Nachrichten aus Chiang Mai
8. Jahrgang
Ausgabe Nr. 3

20. Januar - 26. Januar 2009
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Thailandfreunde Sektion Thailand übergeben Spenden an Blindenschule

Bergstamm der Kayan unterstützt Kampagne zur Verkehrssicherheit

Night Safari begrüßt zwei neugeborene Weiße Tiger

Globaler Konjunkturabschwung wirkt sich auf Kunsthandwerk und Tourismus aus

 

Thailandfreunde Sektion Thailand übergeben Spenden an Blindenschule

Pressestelle der Thailandfreunde. Am Mittwoch, den 7. Januar, brachen der Vorsitzende der Thailandfreunde Sektion Thailand, Wuttipong Arayatumsopon, sowie die drei deutschen Stellvertreter Maria Reussner, Joachim Erkes und Dirk Weeber-Arayatumsopon zur Blindenschule Chiang Mai auf, um eine Spende in Höhe von rund 630 Euro und Equipment im weiteren Wert von 20.000 Baht an die Direktion zu übergeben.

Während einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, erläuterte Wuttipong den Journalisten von TV, Rundfunk und Printmedien die Strukturen der Thailandfreunde in Deutschland und Thailand. Auch berichtete er ein wenig über die Geschichte der Organisation.
Die Blindenschule Chiang Mai ist eine von zwei Einrichtungen in ganz Thailand. Rund 300 Kinder und Erwachsene leben in dieser Einrichtung, die von der thailändischen Königin Sirikit selbst pro Tag und Bewohner mit etwa 30 Baht gefördert wird.
Natürlich reicht ein solcher Betrag kaum aus, den Lebensunterhalt der Kinder oder die Betriebskosten der Einrichtung zu decken. Daher hilft die Menschenrechtsorganisation Thailandfreunde e.V., die nicht nur Geld gibt, sondern auch durch gezielte PR-Maßnahmen auf das Schicksal der Kinder aufmerksam macht.

Maria Reussner, Wuttipong Arayatumsopon, Direktor der Blindenschule, Joachim Erkes und Dirk Weeber-Arayatumsopon.

Im Laufe des Jahres wird ein Callcenter einer Mobiltelefongesellschaft eingerichtet, welches ausschließlich mit blinden Menschen arbeiten soll. Es ist in der Schule integriert.
Alle dort arbeitenden Menschen werden in den Blindenschulen Chiang Mai und Bangkok trainiert und ausgebildet, wie Khun Songkran, der blinde Callcenter-Manager erklärte.
Die Kinder werden außerdem in Musik und Gesang, Massage und Technologie ausgebildet. Aber auch Fremdsprachen werden erlernt, vor allem Englisch.
Diplom-Podologe Dirk Weeber-Arayatumsopon, Vorstandsvorsitzender der deutschen Thailandfreunde e.V., hatte Kinderschuhe und Kinderkleider in allen Größen für bedürftige Kinder gesammelt, die nun mittels seiner Logistikleute in Deutschland nach Thailand gebracht wurden.
Als Dirk Weeber-Arayatumsopon erfährt, dass zwei Kinder an Fußerkrankungen leiden, befreit er die Kinder von ihrem Leiden mit wenigen Handgriffen aus seinem ständig bereitstehenden Erste-Hilfe-Koffer.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen gingen die Besucher dann zufrieden nachhause, obwohl sie wissen, dass ihre Hilfe wieder nur ein Tropfen auf den heißen Stein war. Aber getreu dem Motto „Kommt Zeit kommt Rat“ versprach Wuttipong, bald wieder mit Spenden und einem Team zurückzukommen.


Bergstamm der Kayan unterstützt Kampagne zur Verkehrssicherheit

Kajohn Boonpath
Chiang Mai Mail. Eine Kampagne zur Verkehrssicherheit zum Jahreswechsel wurde am 30. Dezember von Mitgliedern des Bergstamms der Kayan in Mae Hong Son gestartet. Thongchai Wongrianthong, der Gouverneur von Mae Hong Son, und der Leiter des Verkehrsamtes der Provinz leiteten die Eröffnungszeremonie.

Die meisten Kayan verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch den Verkauf von Souvenirs an Touristen.

Das bergige Gelände der Provinz und die engen kurvenreichen Straßen stellen bekanntlich Probleme für Besucher dar, die diese Verkehrsbedingungen nicht gewohnt sind. Das führt zu einer großen Anzahl von Unfällen in diesem Gebiet. Zwei Stunden nach der Eröffnungszeremonie geschahen zwei Unfälle vor Ort. Ein Besucher aus der Provinz Yala wurde schwer verletzt, als er die Kontrolle über sein Motorrad verlor. Zwei Kleinlastwagen hatten einen Zusammenstoß und einige Fahrgäste wurden leicht verletzt.


Night Safari begrüßt zwei neugeborene Weiße Tiger

Chiang Mai Mail. Narong Tananuwat, Vorsitzender der Handelskammer Chiang Mai, gab kürzlich auf einer Pressekonferenz bekannt, dass ein Paar weiße Tigerjunge von Li Zhen geboren wurde. Sie und ihr Lebensgefährte Zhao Zhen sind ein Geschenk Chinas an die Chiang Mai Night Safari. Kurz nach ihrer Ankunft in der Night Safari hatte Li Zhen drei Jungtiere geboren, eines starb im Alter von zwei Monaten an Unterernährung; der Tod wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Eine der weißen Tigerjungen in der Chiang Mai Night Safari.

Der Weiße Tiger (Panthera tigris) hat eine genetische Besonderheit, die fast das ursprüngliche orangefarbene Pigment des Fells beseitigt. Das Tier zeigt aber immer noch tief dunkle schokoladenfarbige Streifen. Es wird nicht als eigene Unterart betrachtet, da es sich mit orangefarbenen Tigern vermehren kann. Der natürliche Lebensraum sind mit Gras bewachsene oder sumpfige Gegenden und Wälder, in denen es sich gut verbergen kann.
Es gibt mehrere hundert Tiere in Gefangenschaft in Zoos. Die Tiger sind in der Wildnis nur selten anzutreffen. Weltweit gibt es schätzungsweise etwa 8.000 Exemplare. Die Schwangerschaft dauert nur 15 Wochen, meistens werden nur zwei Jungetiere geboren. In der Wildnis bleiben die Jungen bis zu drei Jahren mit der Mutter zusammen.
Die Night Safari betrachtet die Geburt der beiden Jungtiere als ein Neujahrsgeschenk an das thailändische Volk und hofft, sie werden Glück für die Anlage bringen. Die Jungtiere sollen im Februar zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden.


Globaler Konjunkturabschwung wirkt sich auf Kunsthandwerk und Tourismus aus

Der globale Konjunkturabschwung hat die Einnahmen kleiner und mittlerer Unternehmen in Chiang Mai stark reduziert und dadurch kämpfen die Unternehmen ums pure Überleben.
Porzellan- und Keramikwaren im „House of Celadon“ in Chiang Mai stehen zurzeit zum Verkauf in einem Versuch, mehr Käufer anzulocken, nachdem die Produkte durch einen starken Rückgang ausländischer Kunden in den Regalen unverkauft blieben.
Thatsanee Yaja, Besitzerin des „House of Celadon“ gestand ein, der Export sei um 80 Prozent gesunken, da die Hauptexportmärkte wie die Vereinigten Staaten und Europa von der Finanzkrise stark betroffen sind.
„Ich war noch nie in einer solchen Situation, seitdem ich vor zwanzig Jahren dieses Geschäft begonnen habe. In der Vergangenheit hatten wir in Krisen noch einige Chancen, aber diesmal sehen wir uns internen und externen Ursachen gegenüber. Gewöhnlich verkaufen wir 100 Stück am Tag, nun werden nur noch 40 verkauft“, sagte Thatsanee. Dies schrieb die Handelskammer in Chiang Mai in einem Bericht über kleinere und mittlere Unternehmen, die im Kunstgewerbe, in der Textilindustrie und im Tourismus tätig sind. Etwa 200 Fabriken und Geschäfte von den 30.000 Unternehmen in Chiang Mai haben bereits geschlossen. Der Rest versucht, seine Betriebe den Gegebenheiten anzupassen, um zu überleben.
„Entlassungen sind jetzt keine Option. Firmen, insbesondere Hotels und Dienstleistungsunternehmen, versuchen zu überleben, indem sie Überstunden abbauen, und Arbeitstage sowie Arbeitszeiten für ihre Angestellten kürzen“, sagte Arkom Supangpao, Präsident der Vereinigung kleiner und mittlerer Unternehmen Chiang Mai-Lamphun.
Der Verband der thailän-
dischen Industrie, Sektion Chiang Mai, berichtete, die kleinen und mittleren Unternehmen in Chiang Mai werden mit etwa 110 Milliarden Baht pro Jahr bewertet. Aber für das Jahr 2009 wird vorhergesagt, diese Summe werde um 20 Prozent abnehmen, da die meisten Geschäfte exportabhängig sind.
Unternehmer haben die betreffenden Behörden gedrängt, diese Angelegenheit in Betracht zu ziehen, da diese die Gesamtwirtschaft der Stadt beeinflussen könnte.
„Unsere Geschäfte werden überleben, wenn Kredite zu niedrigen Zinsen vergeben werden und die Rückzahlungstermine von bisher nicht bedienten Krediten verlängert werden“, sagte Veerayuth Sukwattako, Vorsitzender des Verbandes der thailändischen Industrie, Sektion Chiang Mai.
Eine andere Lösung ist die Erkundung neuer Märkte in Südostasien und dem Mittleren Osten, um die Vereinigten Staaten und Europa zu ersetzen, die sich in einer kritischen Phase befinden und einige Zeit brauchen, um sich zu erholen. (TNA)


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