8. Jahrgang
Ausgabe Nr. 4

27. Januar - 2. Febnuar 2009
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Vor schönen Tieren wird gewarnt

Winterblumen begeistern Besucher

Neujahrsgrüße per Postkarte statt SMS

Forschern gelingt Zucht von Argusfasan

 

Vor schönen Tieren wird gewarnt

Diademseeigel.

Frank Jörg Richter
Teil 5

Seeigel (Echinoidea): Viele Mittelmeer-Urlauber haben schon unangenehme Bekanntschaft mit den Stacheln eines Seeigels gemacht, der an felsigem Grund in seinem Versteck sitzt. Die Seeigel, die wir normalerweise im Wasser der Mittelmeerküsten erblicken, sind nicht gefährlich. Es handelt sich um Steinseeigel (Paracentrotus lividus) und Schwarze Seeigel (Arbacia lixula). In den vergangenen Jahren tauchte oder schnorchelte ich häufig am felsigen Kap S. Andrea/Elba.
Dort lässt sich beobachten, dass die nachtaktiven Seeigel nachmittags bei schon schräg stehender Sonne auf Futtersuche von tieferen in höhere Regionen krabbelten. Oft kommen dann die Füße normaler Schwimmer, die an den Felsen herausklettern, mit den spitzen Stacheln in Kontakt. Schnorchlern passierte das selten, da sie die Tiere in dem klaren Wasser mit ihrer Tauchmaske sehen können. Giftig sind dagegen die im Mittelmeer seltener vorkommenden langstacheligen Diademseeigel und verschiedene Arten in tropischen Gewässern.
Diesen Diademseeigeln (Diadematidae) begegnet man im Indopazifik, dem Roten Meer und der Karibik. Da immer mehr Menschen ihren Urlaub an Korallenmeeren verbringen, sind nicht nur Taucher, sondern auch Schnorchler und „normale Badegäste“ gefährdet. Tagsüber findet man die Stacheltiere an dunklen Stellen, auf Sandböden oder im Schutz von Korallen. Nachts wandern sie auf Futtersuche. Ihre Hauptfressfeinde sind die großen Drückerfische.
Vor denen versuchen sie sich zu wehren, indem sie am Tag eng zusammenrücken und sich gegenseitig mit ihren langen Stacheln schützen. Die nadelartigen Stacheln sind mit kleinen Dornen besetzt. Bei Berührung dringen die extrem spitzen Stacheln in die Haut ein, bleiben dort wegen ihrer rauen Oberfläche stecken und brechen ab.
Die violette Flüssigkeit, die dabei aus einem Hohlraum im Stachel austritt, enthält einen Giftstoff, der neben den mechanischen Gewebezerstörungen auch für Verletzungssymptome charakteristisch ist. Als Folge des sehr schmerzhaften Stiches treten Rötung und Schwellung der betroffenen Stelle auf. Gefühllosigkeit und leichte Lähmungserscheinungen sind ebenfalls schon beobachtet worden. Sekundärinfektionen durch die abgebrochenen Stacheln sind leicht möglich.
Sehr giftig sind die verschiedenen Arten der Gattung Astheno-soma. Der Stecknadelkopf-Seeigel (Asthenosoma varium) trägt an der Oberseite viele kurze Stacheln, die an der Spitze eine mit starkem Gift gefüllte Verdickung tragen. Die längeren Laufstacheln an der Unterseite dienen der schnellen Fortbewegung.
Nach Kontakten mit diesen Seeigeln treten sofort starke Schmerzen und schwere Vergiftungserscheinungen auf. Es kommt hier sehr darauf an, mit wie vielen Stacheln der Betreffende in Berührung gekommen ist. Das Gift fließt nämlich schon bei leisestem Druck aus den Spitzen der hauchfeinen Nadeln.
Abhilfe: Abgebrochene Stücke von Seeigelstacheln sollen rasch mit Hilfe einer Nadel und einer Splitterpinzette entfernt werden. Durch Quetschen und Drücken der betroffenen Hautstellen lassen sich die verbliebenen Reste der Stacheln nicht beseitigen, da sie über winzige Dornen, manchmal auch Widerhaken, verfügen. Die Wunden sollten nach Entfernen der Stacheln mit 70-prozentigem Alkohol 70, Jodtinktur, Kodan-Tinktur oder Octenisept-Spray desinfiziert werden. Bei sehr negativen Symptomen oder einer späteren Sekundärinfektion muss ein Arzt aufgesucht werden.


Winterblumen begeistern Besucher

Sawittree Namwiwatsuk
Besucher vom Khao Keaw Zoo begeisterten sich am Anblick von so genannten „Winterblumen“, wie zum Beispiel an Tulpen, die ja in Europa im Frühling sprießen.

Auch dieser junge Besucher ist begeistert von der Farbenpracht der „Winterblumen“.

30.000 Quadratmeter Fläche waren dazu verwendet worden, um den Besuchern des Zoos herrliche Blumen aller Art zu zeigen, denen etwas kälteres Klima mehr zusagt. Die Farbenpracht und der Duft waren überwältigend für die Menschen, die diese Blumen oft nur von Photos oder exklusiven Blumenläden her kennen, oder aber auch von Chiang Mai, da es dort immer ein wenig kälter als im Flachland von Thailands Mitte und Süden ist.


Neujahrsgrüße per Postkarte statt SMS

Für viele Menschen eine Tradition

Sawittree Namwiwatsuk
Beim Verschicken von Grußnachrichten hat die SMS mit Abstand die Nase vorn. Über den Jahreswechsel fiel jedoch auf, dass das Schreiben von Postkarten in Pattaya und Umgebung noch immer beliebt zu sein scheint.

Rungruang Rattanapol, Leiter der Poststelle in Banglamung, zeigt einige der beliebtesten Grußkarten.

Das Senden von Grußkarten an Familienmitglieder und Freunde zum neuen Jahr ist für viele Menschen längst eine Tradition geworden, sagte Rungruang Rattanapol, Leiter der Poststelle in Banglamung. Leider geht die Zahl derjenigen, die sich für diese Art entscheiden, von Jahr zu Jahr zurück.
Die beiden führenden Netzbetreiber in Thailand gaben bekannt, dass allein zwischen Silvester und Neujahr über 45 Millionen SMS und etwa eine Million MMS verschickt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung um 25 Prozent für diese einfachere und schnellere Art des Verschickens.
Die Anzahl der gesendeten Postkarten ging um etwa drei Prozent auf weniger als eine Million zurück. Einzelne Kaufhausketten boten ihren Kunden beim Kauf eines Geschenkes an, eine Grußkarte kostenlos zu verschicken. Der Andrang der Kunden brachte hierbei einen Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


Forschern gelingt Zucht von Argusfasan

Thailändischen Wissenschaftlern ist es gelungen, fasanenartige Hühnervögel (Phasianidae) zu züchten. Experten bezeichnen diesen erfolgreichen Versuch als wegweisenden Schritt, den in Thailand inzwischen vom Aussterben bedrohten Argusfasan (Argusianus argus) zu retten.
Es ist nicht leicht, einen Argusfasan in freier Natur zu entdecken, geschweige ihn dabei zu beobachten, wie er seine prächtigen pfauähnlichen Schwanzfedern entfacht. Der braun gefiederte Fasan mit kleinem blauen Kopf und schwarzen Kamm- und Nackenfedern ist ausschließlich im Dschungelgebiet der malaiischen Halbinsel anzufinden. Er erreicht eine Länge von bis zu zwei Meter.
Aufgrund des schwindenden Lebensraums und der Jagd durch den Menschen nimmt die Population des Argusfasans dramatisch ab. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) führt ihn unter der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.
Ein Expertenteam vom Zucht- und Forschungszentrum für Wildtiere (WBRS) in Kao Soi Dao, Provinz Chanthaburi, beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit der Aufzucht dieser Spezies, von welcher es weniger als 100 Exemplare in Thailands Wildnis gibt. Bisher konnten 50 Argusfasane erfolgreich gezüchtet werden, doch die Aufgabe ist alles andere als einfach, sagen die Experten.
„Der Argusfasan brütet in der Natur nur einmal pro Jahr, nämlich zwischen Winter und Anfang Sommer“, sagte WBRS-Forschungsleiter Sornchai Sangkalert. „Wir müssen ihn entsprechend pflegen und mit kräftigender Nahrung füttern, damit er gesund und robust wird und sich zu einem guten Zuchttier entwickelt.“
Eine große Gefahr bei der Zucht geht von der Henne aus. In der Regel legt sie pro Brut zwei Eier, die sie manchmal selbst frisst.
„Sobald das Weibchen die zwei Eier gelegt hat, müssen wir sie einsammeln und entweder von gewöhnlichen Hennen ausbrüten lassen oder einen Brutkasten verwenden“, so Sornchai. „Und wenn wir uns gut um die Mutter kümmern, dann legt sie 20 Tage später ein weiteres Paar Eier.“
Auf diese Weise kann ein Weibchen in der Brutzeit bis zu fünf Paar Eier legen, statt nur einem Paar, wie es ohne Einwirkung von Außen in der freien Wildnis der Fall wäre. Dennoch befürchten Forscher, dass das bisher Erreichte nicht genügt, um die bedrohte Spezies zu retten. Die zuständigen Behörden müssen effektive Maßnahmen einleiten, um den seltenen Vogel zu erhalten. Ansonsten wird der Argusfasan schon bald nur noch auf Bildern zu sehen sein. (TNA)


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