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Karneval der Kulturen feiert
Premiere in Chiang Mai

Die schönsten Kostüme werden prämiert. (DWA)
Dirk Weeber-Arayatumsopon
Am 7. März fand im Holiday Inn Hotel zum ersten Mal der „Karneval
der Kulturen“ statt. Diesem Fest zugrunde liegt der jährlich in Berlin zu
Pfingsten stattfindende Event im Stadtteil Kreuzberg, an dem immer 600.000
bis 1.000.000 Menschen teilnehmen.
Der „Karneval der Kulturen“ war eine geographische und kulturelle Reise über
drei Kontinente, die perfekt und professionell umgesetzt wurde.
Beginnend mit der deutschen Karnevalstradition marschierten die Sponsoren
und Veranstalter gemeinsam zum Narhalla Marsch in den Tharatong Ballsaal ein
und warfen Gold- und Silberschokotaler mit lauten „Ahoi“-, „Helau“- und
„Alaaf“-Rufen in die Menge.
Anschließend ermunterten die Aktivisten die Gäste, sich einer Polonaise
durch den Saal anzuschließen. Der närrische Schlangentross umfasste rund 75
erst skeptische und dann begeisterte Teilnehmer. So etwas hatten vor allem
die thailändischen Gäste noch nicht gekannt. Als Abschluss des deutschen
Beitrages zeigte Clown Nick Wiczinsky sein humorvolles und magisches Können
und versetzte Jung und Alt in Staunen.
Während die Ursprünge des deutschen bzw. europäischen Karnevals im Vorabend
der Fastenzeit zu finden sind und die Tradition der Verballhornung der
Obrigkeit den Hauptschwerpunkt dort bildet, ist der Karneval in Brasilien
der Wettbewerb vieler Sambaschulen um die Krone der Sambameisterschaften.
Daher zeigte die Chiang Mai Ballettakademie, unter Leitung seiner
Präsidentin Mom Luang Khun Preeyapan, lateinamerikanische Tänze wie Salsa,
über Samba und Cha Cha Cha. Selbstverständlich war das Publikum auch davon
total begeistert.
Weiter ging die Reise nach Asien. Chiang Mais bekannteste
Travestiekünstlergruppe, das „Blue Diamond Cabaret“, präsentierte
schillernde Kostüme, knisternde Erotik und vor allem Spaß an der Sache.
Um auch richtig Geld zu machen, versteigerte das Moderatorenduo Frank und
Dirk Gutscheine von Oasis Spa und ein Gemälde eines israelischen Künstlers.
Unterstützt von Wuttipong und Barbara, Teerapol, Aoy und Brian, brachten
diese Auktionen mehr als 5.000 Baht ein.
Der Höhepunkt des Abends war aber zweifelsohne der Kostümwettbewerb. Neben
einer Hexe, Cinderella, einer kleinen und einer großen Rose, Leonardo da
Vinci trifft Johannes Gutenberg, dem Joker aus Batman, einem siamesischen
Soldaten, einer Lanna-Prinzessin, einem Supermodel und einem indischen
Maharadscha, einem Lanna-Prinzen waren auch zwei Schmetterlinge unter den
Teilnehmern.
Platz 3 eroberte sich Lanna-Soldat Joachim Erkes und erhielt dafür einen
Pokal und einen Brunch-Gutschein für zwei Personen im brasilianischen
Restaurant Rio im Rati Lana Hotel. Platz 2 ging an Nathalie Krickau, die für
ihr Kostüm „große rote Rose des Nordens“ den Sieg nur knapp verpasste. Sie
erhielt ebenfalls einen Pokal und einen Gutschein für einen Kurzaufenthalt
für 2 Personen im Meridien Hotel Chiang Rai. Strahlender Sieger aber war
Khun Waranon, der gemeinsam mit seiner Freundin als Schmetterling das beste
Kostüm trug. Diese Symbiose brachte ihm ebenfalls einen Pokal und einen
Kurzaufenthalt auf der Insel Koh Chang im Amari Emerald Cove Hotel für 2
Personen.
Abschließend wurden Spenden für soziale Projekte präsentiert. 175.000 Baht
wurden der Blindenschule Chiang Mai zugedacht, dessen Lehrerinnen sichtlich
gerührt den Scheck entgegennahmen. Weitere 200.000 Baht gehen an ein
HIV/Waisenkinderprojekt. Hier wollen die Verantwortlichen des Abends aber
erst noch einmal genau beraten, welchem Projekt diese Spende zugeleitet
wird, da die Spenderin, eine ältere Dame aus Ludwigshafen am Rhein in
Rheinland-Pfalz, ihre Spende an verschiedene Bedingungen geknüpft hatte.
Etwas mehr als 20 Preise bei der Tombola fanden neue Besitzer und der
„Mysterious Doorprize“, ein Gutschein von Fashion King im Wert von 5.000
Baht, der durch die 5-jährige Glücksfee „Mausi“ gezogen worden war, ging an
Khun Jum aus Bangkok.
Insgesamt spielte das neue Eventkonzept mehr als 380.000 Baht ein. Die
Thailandfreunde Sektion Thailand als Hauptveranstalter hätten zwar gerne
noch mehr Besucher gehabt, waren aber mit dem Erfolg des Abends trotzdem
hoch zufrieden.

Die tapferen Schneiderlein
von Chiang Mai
Frank und Vanita von Fashion King
feiern ihr 5-jähriges Jubiläum
Dirk Weeber-Arayatumsopon
Vor vier Generationen suchte die Sethi Familie, als eine der Ersten,
vom indischen Punjab kommend, eine neue Heimat im Königreich Siam.
Frank
Sthi (rechts) und sein Gehilfe Bond beim Ausmessen von Stoffen. (DWA)
„Das war eine völlig andere Zeit als heute“, so Frank Sethi, Generalmanager
von Chiang Mais erfolgreichstem Schneidergeschäft, Fashion King. „Mein
Urgroßvater und alle Vorfahren hatten es damals nicht einfach, aber die
Familie hat hart gearbeitet und alle haben zusammengehalten. Ich bin Thai
und sehe dieses Land als mein Heimatland an, auch wenn ich natürlich zugeben
muss, dass die Sitten und Gebräuche in indischen Familien mich ebenfalls
wesentlich geprägt haben.“
Seine Karriere und die seiner Frau Vanita begann vor ungefähr 40 Jahren, als
beide in Bangkok ein Fachgeschäft für Schneidereibedarf eröffneten. Dieses
Geschäft ist heute ein Großhandelsunternehmen für alles, was mit Schneiderei
und Textilausrüstung zu tun hat, und ist in den Händen der 5.
Familiengeneration.
Vor sechs Jahren zogen Frank und Vanita nach Chiang Mai, nachdem ihre drei
Kinder erwachsen waren, um hier ein kleines Schneidereigeschäft zu gründen,
um „etwas zu tun zu haben“. Beide glaubten niemals, dass sie so erfolgreich
sein würden, wie sie es heute, nach fünf Jahren sind.
Fashion King am Kalare Nacht Bazar ist inzwischen längst eine Institution,
die jeder der in der „Rose des Nordens“ beheimatet ist, kennt.
Normalerweise könnten Frank, 61, und Vanita, 58, sich zur Ruhe setzen. Aber
beide sehen ihr Rentnerdasein mit etwas anderen Augen und arbeiten, weil sie
Freude daran haben und so immer noch ihr Talent in Beratungsfragen und Mode
zeigen können. Ob es dabei um klassische Mode, Damenmode, Herrenmode,
Kindermode oder ausgefallene, verrückte Sachen, wie zum Beispiel Liberacé
Kostüme oder aber Trachtenkleidung verschiedener Länder geht, die beiden
wissen und können einfach alles! 2.000 zufriedene und glückliche Kunden pro
Jahr aus über 25 Ländern bezeugen dies Frank in seinem Gästebuch, das
traditionsgemäß mit Visitenkarten und Fotos von Kunden, Rechnungen und
Bestelldaten gespickt ist. Große Namen kann man da finden, von Christopher
Lambert über Ben Sharp, Dr. Josef Ackermann, Daniel K., Bruce Faudrée,
Prinzessin Maja von Hohenzollern und auch, wen überrascht es,
Chancheng-Chi-Lee.
Aber die Sethis sind nicht einfach nur Schneider. Beide engagieren sich
stark für soziale Projekte in Chiang Mai und im Norden Thailands oder helfen
durch das Sponsern von großen Events in Chiang Mai, wie zum Beispiel die
jährlich einmal stattfindenden Internationalen Cricket Sixes
Meisterschaften, die Fashion King als offizieller Sponsor zum bereits
fünften Mal in Folge unterstützt. In diesem Jahr findet das Großevent mit 31
Teams aus 12 Ländern vom 29. März bis 4. April statt. „Kommen die Cricket
Teams auch mal, um Kleidung schneidern zu lassen“, fragen wir. „Darauf
können Sie wetten“, witzeln Frank und Vanita zurück.
Auch das Pattaya Blatt wünscht Frank und Vanita Sethi und ihrem Fashion King
Team ein wunderbares Jubiläum und glaubt, dass der Name von Grimms Märchen
„Das tapfere Schneiderlein“, toll zu ihnen passt.
Schmuggelware wird
vom Zoll am Flughafen
Chiang Mai zerstört
Saksit Meesubkwang
Beschlagnahmte Schmuggelware von 13 Touristen wurde kürzlich am
Flughafen Chiang Mai von der Zollbehörde zerstört. Zu den Waren zählten
840 Pakete ausländischer Zigaretten, 12 Sets Plastikkarten, 1
Tisch-Fußballspiel, 50 Musik DVDs und eine Flasche Klebstoff, alles im
Wert von insgesamt 109.538 Baht.
Achara Sanguanpong, die Chefin des Zollamtes Chiang, Mai sagte, dass
alle Ware, die über das Limit der zollfreien Artikel hinausgeht,
beschlagnahmt wird. Es wurde allerdings eine Stelle eingerichtet, bei
der die Fluggäste aus dem Ausland die Artikel deponieren können.
Zollfrei sind 200 Zigaretten, 1 Liter Alkohol und 250 Gramm Tabak.
Einige andere Artikel können deklariert und verzollt werden, so lange
der Wert nicht 10.000 Baht übersteigt und diese für private Verwendung
gedacht sind.
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