|
Oberster Verwaltungsgerichtshof
erzwingt Rücktritt von Bürgermeisterin
Saksit Meesubkwang
Elena Edwards
Chiang Mai Mail. Es wurde bekannt gegeben, dass der Oberste
Verwaltungsgerichtshof in Bangkok eine Entscheidung der Chiang Mai
Wahlkommission aus dem Jahre 2007 bestätigt hat. Das Ergebnis ist die
Disqualifikation der Bürgermeisterin von Chiang Mai, Dr. Duentemduang na
Chiengmai. Als Grund wurde angegeben, dass sie keinen stichhaltigen Beweis
erbringen konnte, in der Stadt vor ihrer Wahl angemeldet gewesen zu sein.
Das Gericht wies eine Quittung über Bautätigkeit zurück, die Dr.
Duentemduang als Beweis für ihren Wohnsitz vorgelegt hatte.
Dr. Duentemduang trat von ihrem Amt am Freitag, den 3. April, zurück.
Laufende Projekte zum Wohl der Stadt und ihrer Einwohner, die von ihrer
Verwaltung auf den Weg gebracht wurden, werden nun zurückgestellt. Eine Wahl
für das Amt des Bürgermeisters von Chiang Mai wird innerhalb von 45 Tagen
durchgeführt.
Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl im Jahre 2007 (ausgelöst durch den
unerwarteten Rücktritt des damaligen Bürgermeisters und Mitglied der Thai
Rak Thai, Boonlert Buranakuporn) wurde versucht, Dr. Duentemduang für die
Wahl als unabhängige Kandidatin gegen den ehemaligen Bürgermeister Boonlert
und andere Kandidaten zu disqualifizieren mangels Wohnsitz und anderer
Vorwürfe. Die Beschuldigungen wurden der Provinzwahlkommission vorgelegt,
die diese bestätigte.
Die
Bürgermeisterin von Chiang Mai, Dr. Duentemduang na Chiengmai, spricht nach dem
Urteil des Obersten Verwaltungsgerichtshofs in Bangkok zu Reportern.
Aufgrund der Entscheidung legte Dr. Duentemduang eine Beschwerde gegen die
Provinzwahlkommission beim Verwaltungsgericht in Chiang Mai ein und setzte
ihren Wahlkampf fort, da sie dazu berichtigt war, bevor das Ergebnis ihrer
Berufung feststand. Das Urteil über ihre Berufung stand immer noch aus,
nachdem Dr. Duentemduang einen Erdrutschsieg am 25. Juni 2007 errang. Sie
erhielt 24.204 Stimmen, während ihr engster Rivale, der ehemalige
Bürgermeister Boonlert, 17.570 Stimmen erhielt.
Die Wahlbeteiligung wurde auf 60 Prozent der Stimmberechtigten geschätzt.
Ihre Ernennung zur Bürgermeisterin von Chiang Mai wurde jedoch nur als
bedingt erklärt, da ein Ergebnis ihrer Berufung gegen die
Provinzwahlkommission nicht vorlag.
Danach wurde Dr. Duentemduang vom Verwaltungsgericht Chiang Mai von allen
Vorwürfen, die die Wahlkommission hervorgebracht hatte, freigesprochen.
Diese Entscheidung erlaubte ihr, ihre Arbeit für die Stadt fortzusetzen. Die
Wahlkommission machte jedoch klar, dass sie weiterhin auf ihre
Disqualifikation bestehen würde und legte beim Obersten
Verwaltungsgerichtshof in Bangkok Berufung ein. Das führte letztlich zur
Disqualifikation von Dr. Duentemduang und einem Machtvakuum in diesen
kritischen Zeiten in der Geschichte der Stadt.
In einer Presseerklärung sagte Dr. Duentemduang, sie beuge sich der
Gerichtsentscheidung und hoffe, solche Urteile werden im ganzen Königreich
die Norm. Sie fügte hinzu, sie habe während ihrer Amtszeit streng alle
betreffenden Vorschriften und Regeln befolgt und viele Projekte zum Wohl der
Stadt und ihrer Einwohner eingeleitet.
„Ich bin zuversichtlich, dass alle Arbeiten in meiner Amtszeit zweifelsohne
akzeptiert wurden, besonders die Pläne zur Verhütung von Überschwemmungen,
die Lösung der schwierigen Probleme im Mae Kha Kanal und die Bemühungen der
Stadtverwaltung betreffs der derzeitigen Smog- und
Luftverunreinigungsprobleme in der Stadt“, sagte sie.
Sie bestätigte, dass sie sich erneut um das Amt in einer Neuwahl bewerben
werde und hoffe, ihre geplanten Arbeiten für die Stadt weiter zu führen.
Die Ausländer-Gemeinde in Chiang Mai würdigt Dr. Duentemduang besonders für
ihren Einsatz zur Integration von Thais und Ausländern und bezieht sich
dabei auf ihre öffentlich geäußerte Überzeugung, dass alle Einwohner „Kon
Chiang Mai“ seien. Sollte eine neue Verwaltung gewählt werden, ist es
fraglich, ob alle diese Bemühungen fortgesetzt werden. Dr. Duentemduang
führte auch die monatlich abgehaltenen „Gespräche mit der Bürgermeisterin“
als Neuerung ein, bei denen thailändische und ausländische Teilnehmer
willkommen waren, ihre Idee vorzutragen und direkt an sie Fragen zu stellen.
In den letzten zwei Jahren hat sie eng mit ihrem Team zusammen gearbeitet
und betont, dass alle Aktivitäten der Stadtverwaltung offen dargelegt
werden. Sie hat zu einem starken Gefühl für den Wert von Kultur und
Tradition in der Stadt ermutigt und persönlich für kulturelle und
künstlerische Veranstaltungen geworben.
Renovierung des Doi Suthep
Tempels bald vollendet

Das unansehnliche Baugerüst an der „Yod Chat
grand pagoda“
soll bald vollständig abgebaut werden.
Saksit Meesubkwang
Chiang Mai Mail. Ein Vertreter des Renovierungskomitees gab kürzlich
bekannt, dass die wesentlichen Renovierungsarbeiten an der berühmten „Yod
Chat grand pagoda“ im „Wat Phra Thart Doi Suthep“, die seit dem letzten Jahr
im Gange sind, bald abgeschlossen sein werden. Zurzeit wird das Baugerüst um
die Pagode abgebaut. Nach Abschluss im April werden Besucher und Touristen
die berühmte Pagode in ihrer Schönheit zu sehen bekommen.
Wanlop Namwongprom, Pressesprecher des Arbeitskomitees des Tempels,
erklärte, die Restaurierung habe etwa sieben Meter vom Sockel bis zur Spitze
umfasst. Der Zement wurde gestärkt und verdichtet, indem langlebige
Aluminiumträger eingesetzt wurden, die den ehemaligen Rahmen aus Ziegeln und
Stahl ersetzten, der durch Rost korrodiert war und dadurch die Struktur
schwächte, indem Wasser eindrang. Er bemerkte, die Entfernung des Gerüsts
geschehe sehr sorgfältig, um Schäden am Pagodenkörper und den Bodenfliesen
zu vermeiden.
Der Überlieferung nach glaubt man, die Pagode enthalte eine Reliquie
Buddhas. Sie ist eine der angesehensten und verehrtesten Plätze in Chiang
Mai.
Amerikanische Missionare
verursachen Chaos

Amerikanische Missionare
fordern die Barbesitzer
und Barangestellten in der Changklan Road auf, ihre Sünden zu
bereuen und zum Christentum zu konvertieren.
Saksit Meesubkwang
Chiang Mai Mail. Am Abend des 24. März stürmte eine
Gruppe von vier amerikanischen Missionaren in den Unterhaltungs- und
Sexdienstleistungsbetriebsbereich der Changklan Road, beschimpfte
Barbesitzer, Barmädchen, Kunden und Passanten. Ihre etwas grob
ausgedrückte Botschaft war, dass Trinken und die Inanspruchnahme von
Dienstleistungen von Sexarbeitern zur Verdammung in der Hölle führen
würde. Gott habe ihnen befohlen, diese Botschaft zu verbreiten, damit
alle Sünder bereuen sollten.
Die Ansprachen der Gruppe dauerten fast eine Stunde, während Barmädchen,
thailändische und ausländische Barbesitzer zurück brüllten und freche
Signale mit der Hand in Richtung der Missionarsgruppe machten.
Auf die Fragen von Reportern betonte Tony House, der Anführer der Gruppe
und ein ehemaliger Thai Boxer am Tony Siriprapa Gym, die guten Absichten
der Gruppe. Sie versuche diejenigen, die gesündigt haben, auf ihr
Fehlverhalten und ihren Abstieg zur Hölle aufmerksam zu machen.
Tony erklärte, bevor er Jesus gefunden habe und Missionar wurde,
wandelten er und seine Freunde auch auf sündigen Pfaden und befanden
sich damals verloren direkt auf dem Weg in die Hölle. Er sagte, seine
Gruppe sei bekehrt und der Menschheit in Chiang Mai verpflichtet. Er
ermutige alle zum Beitritt zum Christentum. Außerdem werden er und seine
Leute weiterhin die Changklan Road besuchen, bis alle, die dort arbeiten
oder zu Gast sind, ihren Lebensstil zum Guten ändern.
Tony fügte hinzu, Chiang Mai sei eine kulturelle Stadt und sollte
Trinken und Prostitution nicht fördern. Die Stadtverwaltung solle dafür
sorgen, dass alle Unterhaltungszonen geschlossen werden, der
Sextourismus solle verboten und stattdessen die historischen und
kulturellen Aspekte der Stadt beworben werden.
|
E-mail: redaktion@pattayablatt.com
Pattaya Mail Publishing Co., Ltd.
370/7-8 Pattaya Second Road, Pattaya City, Chonburi 20150, Thailand
Tel.66-38 411 240-1, 413 240-1, Fax:66-38 427 596
Copyright © 2002 Pattaya Mail. Alle Rechte vorbehalten
Alle Inhalte dienen der persönlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
|
|