Nachrichten aus Chiang Mai
8. Jahrgang
Ausgabe Nr.15

14. April - 20. April 2009
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Oberster Verwaltungsgerichtshof erzwingt Rücktritt von Bürgermeisterin

Renovierung des Doi Suthep Tempels bald vollendet

Amerikanische Missionare verursachen Chaos

 

Oberster Verwaltungsgerichtshof erzwingt Rücktritt von Bürgermeisterin

Saksit Meesubkwang
Elena Edwards

Chiang Mai Mail. Es wurde bekannt gegeben, dass der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Bangkok eine Entscheidung der Chiang Mai Wahlkommission aus dem Jahre 2007 bestätigt hat. Das Ergebnis ist die Disqualifikation der Bürgermeisterin von Chiang Mai, Dr. Duentemduang na Chiengmai. Als Grund wurde angegeben, dass sie keinen stichhaltigen Beweis erbringen konnte, in der Stadt vor ihrer Wahl angemeldet gewesen zu sein. Das Gericht wies eine Quittung über Bautätigkeit zurück, die Dr. Duentemduang als Beweis für ihren Wohnsitz vorgelegt hatte.
Dr. Duentemduang trat von ihrem Amt am Freitag, den 3. April, zurück. Laufende Projekte zum Wohl der Stadt und ihrer Einwohner, die von ihrer Verwaltung auf den Weg gebracht wurden, werden nun zurückgestellt. Eine Wahl für das Amt des Bürgermeisters von Chiang Mai wird innerhalb von 45 Tagen durchgeführt.
Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl im Jahre 2007 (ausgelöst durch den unerwarteten Rücktritt des damaligen Bürgermeisters und Mitglied der Thai Rak Thai, Boonlert Buranakuporn) wurde versucht, Dr. Duentemduang für die Wahl als unabhängige Kandidatin gegen den ehemaligen Bürgermeister Boonlert und andere Kandidaten zu disqualifizieren mangels Wohnsitz und anderer Vorwürfe. Die Beschuldigungen wurden der Provinzwahlkommission vorgelegt, die diese bestätigte.

Die Bürgermeisterin von Chiang Mai, Dr. Duentemduang na Chiengmai, spricht nach dem Urteil des Obersten Verwaltungsgerichtshofs in Bangkok zu Reportern.

Aufgrund der Entscheidung legte Dr. Duentemduang eine Beschwerde gegen die Provinzwahlkommission beim Verwaltungsgericht in Chiang Mai ein und setzte ihren Wahlkampf fort, da sie dazu berichtigt war, bevor das Ergebnis ihrer Berufung feststand. Das Urteil über ihre Berufung stand immer noch aus, nachdem Dr. Duentemduang einen Erdrutschsieg am 25. Juni 2007 errang. Sie erhielt 24.204 Stimmen, während ihr engster Rivale, der ehemalige Bürgermeister Boonlert, 17.570 Stimmen erhielt.
Die Wahlbeteiligung wurde auf 60 Prozent der Stimmberechtigten geschätzt. Ihre Ernennung zur Bürgermeisterin von Chiang Mai wurde jedoch nur als bedingt erklärt, da ein Ergebnis ihrer Berufung gegen die Provinzwahlkommission nicht vorlag.
Danach wurde Dr. Duentemduang vom Verwaltungsgericht Chiang Mai von allen Vorwürfen, die die Wahlkommission hervorgebracht hatte, freigesprochen. Diese Entscheidung erlaubte ihr, ihre Arbeit für die Stadt fortzusetzen. Die Wahlkommission machte jedoch klar, dass sie weiterhin auf ihre Disqualifikation bestehen würde und legte beim Obersten Verwaltungsgerichtshof in Bangkok Berufung ein. Das führte letztlich zur Disqualifikation von Dr. Duentemduang und einem Machtvakuum in diesen kritischen Zeiten in der Geschichte der Stadt.
In einer Presseerklärung sagte Dr. Duentemduang, sie beuge sich der Gerichtsentscheidung und hoffe, solche Urteile werden im ganzen Königreich die Norm. Sie fügte hinzu, sie habe während ihrer Amtszeit streng alle betreffenden Vorschriften und Regeln befolgt und viele Projekte zum Wohl der Stadt und ihrer Einwohner eingeleitet.
„Ich bin zuversichtlich, dass alle Arbeiten in meiner Amtszeit zweifelsohne akzeptiert wurden, besonders die Pläne zur Verhütung von Überschwemmungen, die Lösung der schwierigen Probleme im Mae Kha Kanal und die Bemühungen der Stadtverwaltung betreffs der derzeitigen Smog- und Luftverunreinigungsprobleme in der Stadt“, sagte sie.
Sie bestätigte, dass sie sich erneut um das Amt in einer Neuwahl bewerben werde und hoffe, ihre geplanten Arbeiten für die Stadt weiter zu führen.
Die Ausländer-Gemeinde in Chiang Mai würdigt Dr. Duentemduang besonders für ihren Einsatz zur Integration von Thais und Ausländern und bezieht sich dabei auf ihre öffentlich geäußerte Überzeugung, dass alle Einwohner „Kon Chiang Mai“ seien. Sollte eine neue Verwaltung gewählt werden, ist es fraglich, ob alle diese Bemühungen fortgesetzt werden. Dr. Duentemduang führte auch die monatlich abgehaltenen „Gespräche mit der Bürgermeisterin“ als Neuerung ein, bei denen thailändische und ausländische Teilnehmer willkommen waren, ihre Idee vorzutragen und direkt an sie Fragen zu stellen.
In den letzten zwei Jahren hat sie eng mit ihrem Team zusammen gearbeitet und betont, dass alle Aktivitäten der Stadtverwaltung offen dargelegt werden. Sie hat zu einem starken Gefühl für den Wert von Kultur und Tradition in der Stadt ermutigt und persönlich für kulturelle und künstlerische Veranstaltungen geworben.


Renovierung des Doi Suthep Tempels bald vollendet

Das unansehnliche Baugerüst an der „Yod Chat grand pagoda“
soll bald vollständig abgebaut werden.

Saksit Meesubkwang
Chiang Mai Mail. Ein Vertreter des Renovierungskomitees gab kürzlich bekannt, dass die wesentlichen Renovierungsarbeiten an der berühmten „Yod Chat grand pagoda“ im „Wat Phra Thart Doi Suthep“, die seit dem letzten Jahr im Gange sind, bald abgeschlossen sein werden. Zurzeit wird das Baugerüst um die Pagode abgebaut. Nach Abschluss im April werden Besucher und Touristen die berühmte Pagode in ihrer Schönheit zu sehen bekommen.
Wanlop Namwongprom, Pressesprecher des Arbeitskomitees des Tempels, erklärte, die Restaurierung habe etwa sieben Meter vom Sockel bis zur Spitze umfasst. Der Zement wurde gestärkt und verdichtet, indem langlebige Aluminiumträger eingesetzt wurden, die den ehemaligen Rahmen aus Ziegeln und Stahl ersetzten, der durch Rost korrodiert war und dadurch die Struktur schwächte, indem Wasser eindrang. Er bemerkte, die Entfernung des Gerüsts geschehe sehr sorgfältig, um Schäden am Pagodenkörper und den Bodenfliesen zu vermeiden.
Der Überlieferung nach glaubt man, die Pagode enthalte eine Reliquie Buddhas. Sie ist eine der angesehensten und verehrtesten Plätze in Chiang Mai.


Amerikanische Missionare verursachen Chaos

Amerikanische Missionare fordern die Barbesitzer
und Barangestellten in der Changklan Road auf, ihre Sünden zu
bereuen und zum Christentum zu konvertieren.

Saksit Meesubkwang
Chiang Mai Mail. Am Abend des 24. März stürmte eine Gruppe von vier amerikanischen Missionaren in den Unterhaltungs- und Sexdienstleistungsbetriebsbereich der Changklan Road, beschimpfte Barbesitzer, Barmädchen, Kunden und Passanten. Ihre etwas grob ausgedrückte Botschaft war, dass Trinken und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen von Sexarbeitern zur Verdammung in der Hölle führen würde. Gott habe ihnen befohlen, diese Botschaft zu verbreiten, damit alle Sünder bereuen sollten.
Die Ansprachen der Gruppe dauerten fast eine Stunde, während Barmädchen, thailändische und ausländische Barbesitzer zurück brüllten und freche Signale mit der Hand in Richtung der Missionarsgruppe machten.
Auf die Fragen von Reportern betonte Tony House, der Anführer der Gruppe und ein ehemaliger Thai Boxer am Tony Siriprapa Gym, die guten Absichten der Gruppe. Sie versuche diejenigen, die gesündigt haben, auf ihr Fehlverhalten und ihren Abstieg zur Hölle aufmerksam zu machen.
Tony erklärte, bevor er Jesus gefunden habe und Missionar wurde, wandelten er und seine Freunde auch auf sündigen Pfaden und befanden sich damals verloren direkt auf dem Weg in die Hölle. Er sagte, seine Gruppe sei bekehrt und der Menschheit in Chiang Mai verpflichtet. Er ermutige alle zum Beitritt zum Christentum. Außerdem werden er und seine Leute weiterhin die Changklan Road besuchen, bis alle, die dort arbeiten oder zu Gast sind, ihren Lebensstil zum Guten ändern.
Tony fügte hinzu, Chiang Mai sei eine kulturelle Stadt und sollte Trinken und Prostitution nicht fördern. Die Stadtverwaltung solle dafür sorgen, dass alle Unterhaltungszonen geschlossen werden, der Sextourismus solle verboten und stattdessen die historischen und kulturellen Aspekte der Stadt beworben werden.


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