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Servus, Grüß Gott, Pfüat di!
Liebes Pattaya Blatt,
Das ist es, was ich am Pattaya Blatt so liebe: Jeder kann hier seine Meinung
zu Papier bringen, egal, zu welchem Thema und egal, woher man kommt und
egal, wo man sich zurzeit befindet. So kann sich also auch z. B. eine
österreichische Schullehrerin darüber auslassen, dass in ihrem Heimatland
diese nette Begrüßung „Grüß Gott“ abgeschafft werden soll. Und so greife ich
gerne diesen Faden auf, um über ein Thema zu sprechen, was nicht nur die
Alpenrepublik betrifft.
Überall, wo heutzutage ein Flugzeug landen kann, hat die Globalisierung
ihren Einzug gehalten und der Prozess der Veränderung begonnen. Wir, die
Deutschen, essen nicht mehr Kasseler mit Sauerkraut oder Rouladen mit
Blaukraut, sondern Pizza, Döner, Hamburger und Zaziki. Wir sprechen auch
nicht mehr Deutsch sondern „Denglisch“, und statt „Guten Tag“ sagen wir „Hi“
oder „Ciao“.
Wir tragen keine Hüte mehr, sondern Baseball-Caps, und statt Leder-,
Gabardine- oder Kordhosen tragen wir Blue Jeans. Unsere Restaurants heißen
zwar immer noch „Zum Sternen“, „Bei Otto“ oder „Deutscher Kaiser“, aber
darinnen wirtschaften Jugoslawen, Italiener, Türken, Spanier, Russen oder
Chinesen und servieren ihre Nationalgerichte.
Wenn wir uns also schon soweit bereitwillig geändert haben, soll es dann
wirklich noch auf solch eine Phrase wie „Grüß Gott“ ankommen? Ich sage
absichtlich eine Phrase, denn was heißt eigentlich „Grüß Gott“? Ohne lange
zu polemisieren, es hieß ursprünglich: „Gegrüßt sei Gott“. Sind wir mal
ehrlich: Meint das heute wirklich noch jemand von ganzem Herzen, wenn er so
etwas sagt? Wenn wir es also nicht mehr so meinen, wie wir es sagen - wozu
dann die Aufregung, wenn man es abschaffen will?
Zum Glück bleibt es jedem selbst überlassen, wie er sein Gegenüber begrüßen
möchte, das kann einem niemand vorschreiben. Denken sie nur an die Zeiten,
als wir in Deutschland und Österreich „Heil Hitler“ zur Begrüßung brüllen
und dazu noch den Arm hochrecken mussten. Gut, dass es abgeschafft wurde,
oder?
Österreicher und Deutsche sind zu sehr gebrandmarkt von ihrer Vergangenheit
und geraten deshalb bei ihren Bestrebungen, nicht mehr „völkisch“ oder
„nationalistisch“ zu erscheinen, öfters in die Lächerlichkeit. Tippen wir
uns also ob solcher Entgleisungen an die Stirn, bleiben wir in unseren
Herzen die Nation, die wir sind, und machen nicht die Menschen dafür
verantwortlich, die zu uns gekommen sind, weil sie glauben, dass wir
weltoffener und toleranter geworden sind.
In diesem Sinne grüße ich alle Leser mit: „Grüß Gott“, „Servus“, „Pfüat
Euch“, „Ciao“ und „Salaam“.
Ein deutscher Rentner
Zum Bericht vom ausgeraubten Ami
Hallo Briefkasten,
Da sind ja gleich mehrere Fehler gemacht worden! Mit drei stockfremden
Frauen in ein Hotelzimmer gehen ist der erste. Der 65-Jährige kann sich doch
nicht einbilden, dass er alle drei schafft. Und eine wird sich vor der
anderen zieren, so dass er im Endeffekt gar keine hat!
Zweitens: Die Hotels schreiben die Namen der Mädchen ein, und die müssen den
Ausweis abgeben. Wie ist es aber in der Praxis? Das Hotelpersonal schreibt
sonst was auf! Fragen Sie mal am nächsten Morgen an der Rezeption, wer bei
Ihnen war, sie müssten dringend das Mädchen nochmals sprechen. Sie werden
nichts Polizeiverwertbares bekommen.
Hotelmanager, warum macht ihr keine Fotos oder Kopien von den Ausweisen?
Kann ruhig mit einem Aufpreis erfolgen! Oder Farangs macht es selber, das
schreckt ab! Wenn das nicht geht, dann wenigstens Fotos vorher beim lustigen
Zusammensein machen.
Aber dann die Kamerakarte herausnehmen und verstecken! Drittens: Das ganze
Geld, Ausweise und Schmuck im Zimmer haben, wenn Fremde drin sind? Warum tut
er es nicht in den Hotelsafe? Also mehr konnte der Ami nicht falsch machen.
Wolfgang, Deutschland
Daniel aus Banglamung schrieb
über „Müllverbrennung“
Sehr geehrte Redaktion,
Die Verbrennung (meist bleibt es beim Versuch) von Unrat, Hausmüll, aber
auch Baumaterialien ist scheinbar allgemein üblich. Thailand ist noch ein
Dritte-Welt-Land. Städtische Verbrennungsanlagen sind wohl außerhalb der
Hauptstadt nicht bekannt. Auch vor unserem Haus wurde aus zwei Mülltüten,
nächtens „entsorgt“, langsam eine Müllkippe, die heute einige 100 qm
umfasst.
Wie bereits von Daniel beschrieben, wird dann irgendwann Feuer gelegt, um
den Müll zu verbrennen, was natürlich nicht gelingt. Weil das Feuer auf die
Häuser sich auszubreiten drohte, musste bereits mehrere Male die Feuerwehr
gerufen werden. Dieser Tage wird der Müll schon mit Lastwagen oder Pick-Ups
angefahren; die Kippe breitet sich immer mehr aus. Beschwerden bei der City
Hall sind sinnlos.
Gesagt muss aber werden, dass in unserem Bezirk die Müllabfuhr alle zwei
Tage den Müll abholt. Hier geht alles ordnungsgemäß. Abgesägte Bäume, alte
Toilettenbecken, Styropor, alte Fliesen, Zementsäcke, Bauschutt usw. nimmt
die Müllabfuhr nicht mit. Das alles landet auf unserer „Kippe“ vor dem Haus.
Wir hatten vor zwei Jahren noch versucht, den Abwurf von Müll zu verhindern.
Eines Tages fanden wir einen so genannten Molotow-Cocktail im Gras hinter
unserer Mauer (Flasche mit etwas Benzin und einem kleinen Lumpen im
Flaschenhals), seitdem „knirschen“ wir nur noch mit den Zähnen, wenn ein
Pickup kommt, um wieder zu „entsorgen“.
Unser Rat an Daniel und ähnlich Betroffene: ertragen oder Haus verkaufen
(beim Letzteren haben Sie die Chance, dass dann neben dem neuen Haus, eine
Karaoke-Bar oder ein Markt eröffnet wird).
J. Lester/Sohan und Nachbarn, Jerry W. Thieme, Berlin/Chonburi
Kein Arbeitsangebot-Portal in Thailand
Liebes Pattaya Blatt,
Es gibt in Pattaya und auch im Rest von Thailand viele seriöse und leider
auch (un)seriöse Unternehmer und Unternehmerinnen, die hier und da auch
einen Farang einstellen möchten – klar natürlich mit den aktuell geltenden
Workpermit-Anforderungen und Bestimmungen.
Aber es gibt kein gutes und übersichtliches Jobportal – surft man lange
herum, findet man im Regelfall nur Müll. Findet man nach langem Hin und Her
eine aktuelle Stellenanzeige, sind oftmals E-Mail Adressen angegeben, die
unzustellbar sind. Oder es findet keine Reaktion statt.
Ein weiteres Ärgernis ist auch ein Stellenangebot aus Nordthailand eines
Call-Centers, der so genannte Customer-Care-Spezialisten sucht. Schickt man
denen seine Unterlagen zu, erhält man eine Mail, dass die Unterlagen geprüft
werden, zwei Tage später erhält man dann eine Mail, dass man nicht ins
Profil passt.
Wir, eine Gruppe von 40 Interessenten mit Call-Center Erfahrung, haben uns
die Mühe gemacht, eine vollständige Bewerbung einzureichen, Mann wie Frau,
jung wie alt,
erfahren wie unerfahren, Sprachkenntnisse Thai/kein Thai, unterschiedliche
Nationalitäten und auch Thais – das Ergebnis, der Ablaufprozess war wie
beschrieben systembedingt immer der gleiche. Was will man damit erreichen?
Meine Recherchen haben ergeben, dass man diese Tätigkeit mit ca. 20.000 Baht
entlohnt, wie soll das aber im Zusammenhang mit den Workpermit-Bestimmungen
vereinbar sein?
Nicht jeder ist hier genau informiert –tappt prompt in den strafrechtlichen
Bereich und wird eventuell des Landes verwiesen.
Es wäre doch eine Anregung hier mal ein seriöses, übersichtliches und
funktionierendes Jobportal für arbeitswillige und qualifizierte Farangs
aufzubauen!
Bernd
E-mail: redaktion@pattayablatt.com
Pattaya Mail Publishing Co., Ltd.
370/7-8 Pattaya Second Road, Pattaya City, Chonburi 20150, Thailand
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