8. Jahrgang
Ausgabe Nr.33

18. August - 24. August 2009
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Symptomatische Leserbriefe

Arbeitsfrieden in der Schweiz

Beziehungsdrama mit Folge-Diebstahl

Nicht nur Wolf lesen, sondern auch sehen

 

Symptomatische Leserbriefe

Sehr geehrte Redaktion,

Da ich regelmäßig Ihre Leserbriefe lese, glaube ich mitzubekommen, was viele (nicht alle) Ihrer Leser (Farang) so im thailändischen Alltag bewegt.
Die meisten Zuschriften berichten negativ über die einheimischen Verhältnisse. Es gibt aber auch einige positive Briefe. Die machen dann aber auch oft einen verteidigenden Eindruck und sind mehr gefühlsmäßig als realistisch zu bewerten.
Besonders vorsichtig bewerte ich Briefe von Touristen, welche nicht die Erfahrungen machen, wie es z. B. die langjährig hier lebenden Farang machen. In Ihrer Ausgabe Nr. 31 habe ich zwei, für mich schon symptomatische Leserbriefe gefunden.
Einen an Tante Frieda, mit „Beobachter“ gezeichneten, und einen an die Redaktion Leserbriefe mit der Überschrift „Unglaubliche Geschehnisse auf der Polizeiwache“.
Hier wird das beschrieben, was mir persönlich schon lange aufstößt. In Deutschland müssen die Krankenhäuser wie in Thailand wirtschaftlich handeln. Aber im Gegensatz zu Thailand gibt es in Deutschland Gesetze, die einem mittellosen Patienten, zumindest in bedrohlichem Zustand, eine Grundversorgung zugestehen. Andernfalls macht sich der Arzt der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Mit deutschen Verhältnissen verglichen, anders geht es ja nicht, Deutschland kenne ich halt am besten, stelle ich immer wieder fest, Thailand ist in Sachen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Meinungsfreiheit äußerst schlecht aufgestellt.
Dafür in Ausländerdiskriminierung meisterlich (duales Preissystem). Sicherlich wird es Leser geben, die jetzt behaupten, so etwas gibt es doch in Deutschland auch.
Dies ist einfach zu widerlegen. In Deutschland ist es nicht denkbar, dass ein Polizist die Aufnahme einer berechtigten Diebstahlsanzeige mit der Begründung verweigert, die Polizei habe daran kein Interesse. Dies kann nur die Staatsanwaltschaft (mangels öffentlichem Interesse). Der sich verweigernde Polizist hätte mit juristischen und/oder disziplinarischen Maßnahmen zu rechnen. Dies zur Rechtsstaatlichkeit.
Nun zum Demokratieverständnis. Man kann zu Thaksin stehen wie man will, mein Favorit ist er auch nicht. Er wurde aber vom Volk gewählt und bis heute nicht auf demokratische Weise abgewählt, sondern durch einen Militärputsch.
Jetzt zur Meinungsfreiheit. Nun, da will ich doch etwas zurückhaltend bleiben. Nächstes Jahr werde ich für immer wieder nach Thailand ziehen. Ich werde mich dann gegenüber dem Pattaya Blatt ausführlich äußern. Sie dürfen davon ausgehen, dass es dafür Gründe gibt.
Ob Sie diesen Brief dann veröffentlichen werden oder nicht, daran wird sich dann die Meinungsfreiheit messen lassen müssen.
Was die Diskriminierung betrifft, das ist in vielen Leserbriefen bezüglich des dualen Preissystems schon hinreichend erörtert worden. Ich bin einer von den Farang, die sich freuen, wieder in ihrer Heimat leben zu können. Das ich noch einige Monate warten werde, liegt einfach daran, dass ich noch einige wirtschaftliche Angelegenheiten erledigen werde.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter aus dem Isan


Arbeitsfrieden in der Schweiz

Hallo Briefkasten,
Bis jetzt ist nun fast alles glimpflich abgelaufen zwischen den „Sozialpartnern“. Die Verhandlungen liefen meistens gut. Aber man spürt und sieht es, dass die Fronten sich verhärten. Bringen die Verhandlungen nichts, so wird künftig eher mit Härte durchgegriffen. Härtere Aktionsformen oder Umgangsformen sind nun zum Alltag geworden.
Die Arbeitnehmer sind nun bereit zu kämpfen. Meist geht es „um die nackte Existenz“ der Belegschaften. Die Kurzsichtigkeit der „globalen Leader“, der immer größer werdende Lohnunterschied zwischen dem Kleinverdiener und dem Firmenboss ergibt ein explosives Gemisch.
Wenn Manager künftig keine wütenden Belegschaften wollen, müssen sie schnell umdenken und anständig mit den Mitarbeitern umgehen. Der soziale Friede funktioniert nur mit Gerechtigkeit. Meist sind die Arbeiterbelegschaften in der Schweiz in der Mehrzahl Ausländer, und diese müssen „brav“ sein, sonst werden sie wieder ins Ausland abgeschoben.
Aus diesem Grund finden auch keine bereichernden, öffentlichen Debatten statt über heikle Arbeitsbedingungen. Der absolute Arbeitsfriede gehört ganz bestimmt der Vergangenheit an. Schade, es gibt ja immer weniger Schweizer auf dem Schweizer Arbeitsmarkt – sonst würde schon jetzt gehandelt und debattiert.
Greber Patric


Beziehungsdrama mit Folge-Diebstahl

Hallo Briefkasten,
(Zum Leserbrief „Unglaubliche Geschehnisse“ aus der Ausgabe 31.) Na, das hört sich ja wie ein Beziehungsdrama an, welches da ausgetragen werden soll. Es klingt zwar ein bisschen hart, aber wenn ich zwischen den Zeilen lese, kann ich mir nicht vorstellen, dass kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung von Offizialdelikten (wie z. B. einfacher Diebstahl, wie geschildert mit ausdrücklichem Strafantrag vom Leserbriefschreiber) besteht. Einbruch scheidet ja anscheinend aus, da der Schlüssel nicht nochmals gesichert aufbewahrt wurde.
Jenes würde hier in Deutschland wie in Thailand ein Verfahren begl. Strafvereitelung für die angesprochen Personen (einfach erkennbar am Namenschild) nach sich ziehen.
Als permanent Residenter sollte der Bestohlene sicherlich auch den Service der Volontär-Polizei kennen, welcher auch in deutscher Sprache weiterhilft. Die Aussetzung einer Belohnung, wie von Ihnen geschildert, ist zwar nett gemeint, aber für eine Strafverfolgung seitens der Behörden völlig ungeeignet, da jeder Polizist, sollte er diese annehmen, sich selber strafbar macht.
Ich weiß nicht, welche Aktivitäten der Herr sich in einem Beziehungsstreit seitens der thailändischen Polizei vorgestellt hatte, aber vielleicht wäre ein klärendes Gespräch mit einem deutschsprachigen Volontär hilfreicher gewesen.
Obwohl ich nicht in Pattaya wohne, war ich bereits seit meiner Ersteinreise 1984 bereits 46 Mal dort und weiß, wovon ich rede.
Viele Grüße und Kopf hoch
A. S. aus Deutschland


Nicht nur Wolf lesen, sondern auch sehen

Hallo Lieblingszeitung,
Seit Jahren schreibt ein gewisser Achim Wolf im „Briefkasten“ über Themen, die grundsätzlich sehr viel Intelligenz und ein breites Wissensspektrum voraussetzen. Leider - und hierin bin ich mir mit vielen Freunden und Bekannten, vermutlich auch anderen Lesern einig - geht es bei ihm durchweg um Themen, die mit Thailand, geschweige denn Pattaya, nichts zu tun haben.
Persönlich finde ich es schade um den hierfür unnötig verschwendeten Platz. Sollten nicht so viele Leserbriefe eingehen, könnte immerhin unsere liebgewordene Tante Frieda (wer steckt wohl dahinter?) oder ein paar nette Witzchen oder Anekdoten diesen in meinen Augen wertvollen Platz füllen. Doch diesen oder ähnliche Vorschläge haben in den vergangenen Jahren schon andere Leser gemacht. Wobei es dabei manchmal nicht nur um Dauerbriefschreiber Wolf ging.
Doch dies alles beiseite. Mein heutiges Anliegen: Könnten Sie bitte einmal ein Bild dieses Mannes bringen, hinter dessen Namen ein wahrlich kluger Kopf steckt? Und vielleicht auch ein Porträt. Dann hätte der Name Wolf auch einmal einen Bezug zu unserem Lotterstädtchen.
Denn so kluge Köpfe (in meiner früheren Heimat hat man Intelligenzbestien gesagt) sind wahrlich hier dünn gesät. Und unser lieber Schreiberling könnte dann einmal nicht nur seinen Namen in der Zeitung lesen, sondern sich auch einmal darin selbst betrachten. Also auf, liebe Redakteurinnen und Redakteure, und ran an den Mann!
Herzlichst Rolf Rinklin
Anmerkung der Redaktion: Lieber Herr Wolf, schicken Sie doch unseren Lesern zuliebe ein Foto von sich. Wir veröffentlichen es gerne!


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