Ratschläge vom Podologen bei Fußproblemen
von Dirk Weeber-Arayatumsopon
9. Jahrgang
Ausgabe Nr.15

13. April - 19. April 2010
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Warzen

In Folge 2 beschäftigen wir uns mit einem weit verbreiteten Problem: der Warze. Oftmals verwechselt mit dem Hühnerauge (auf das wir in Folge 3 eingehen), ist der Unterschied folgender: Die Warze ist eine Virusinfektion und eine lebendige Erkrankungsform. Das Hüh­nerauge hingegen ist schlicht nichts anderes als harte Haut, welche sich durch Schuhdruck oder Reibung von außen und Knochendruck von innen oder Druck durch Fuß- oder Zehendeformationen bildet.

Die Virusinfektion dringt meist durch verletzte Haut, beispielsweise durch einen Riss oder eine andere Wunde am Fuß ein, worauf sich die Warze bildet. Besonders leicht bekommt man Warzen am Swimmingpool beim Barfußlaufen, in der Sauna, im Fitnessclub, beim Barfußlaufen auf Hotelteppichen und in Schwimmbädern und Freizeitparks. Die Warze hat meist schwarze Punkte in der Hornmasse, dabei handelt es sich um kleine geplatzte Blutgefäße.

Die Warze kann je nach Form, Art und Schwere der Erkrankung auf verschiedene Arten behandelt werden. Als eines der wirksamsten Mittel in Thailand hat sich beim Hausgebrauch immer noch „Duo Film“ (Säurepräparat aus der Apotheke) erwiesen, welches man lange Zeit auf die Warze auftragen muss.

Die Säure zerstört die Oberfläche der Haut und kann auch in tiefere Schichten bis zur Wurzel vordringen. Mit der Wurzel ist auch die Warze zerstört. Eine Garantie zum Erfolg bietet jedoch auch dieses Präparat nicht. Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine Warze eine gutartige Form von Krebs ist. Das ist nichts Schlimmes, aber Warzen können, auch wenn dies selten vorkommt, grundsätzlich entarten.

Viele Warzenformen sind sehr hartnäckig und schmerzhaft. Sie bedürfen einer Behandlungsform mit chirurgischem Laser, flüssigem Stickstoffoxyd (Kryo- oder Kältetherapie bei minus 90 Grad Celsius) sowie operativer Eingriffe oder Kombinationsformen.

Es gibt auch Hausmittel wie permanentes Auftragen von Essig, Teebaumöl, Zitronensaft-Essig-Zwiebelsaft-Gemisch, Nacktschneckenschleim, Eigenurin, Meditation, Auflegen von Zwiebelstücken sowie harnstoffhaltige Cremes. Zur fachmännischen Unterscheidung sollte man zunächst einen Arzt oder Podologen aufsuchen, denn für Laien ist bei sieben verschiedenen Arten von Hühneraugen und mannigfaltigen Warzenformen am Fuß eine Differenzierung sehr schwierig.

Dirk Weeber-Arayatumso­pon behandelt im Podolo­giezentrum in Bangkok und Chiang Mai alle Arten von Oberflächen-Fußproblemen. Informationen gibt die Inter­netseite www.mft-thailand.com


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