Ratschläge vom Podologen bei Fußproblemen
von Dirk Weeber-Arayatumsopon
9. Jahrgang
Ausgabe Nr.20

18. Mai - 24. Mai, 2010
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Fußpilz

Der Fußpilz kommt bei rund zwei Drittel der Menschen auf der Welt vor. Meist ist mangelnde Fußhygiene ähnlich wie beim Schweißfuß die Ursache. Nur herunter laufendes Seifenwasser beim Duschen ist nicht die richtige Fußhygiene. Der Fuß wird, gut befeuchtet, auf ein kleines Podest gestellt und mit einer Zahn- oder Nagelbürste mit milder Seife auch an den Nagelkonturen gebürstet. Nach der Reinigung mit lauwarmem, klarem Wasser abspülen. Die Zwischenzehenräume sind gut abzutrocknen, bei Bewegungseinschränkungen sollte man mit Ventilator oder Föhn trocknen.

Ist der Fußpilz (Sohlenmy­kose oder Zwischenzehen­mykose) bereits ausgebrochen, so sollte man mit einem 70 Prozent alkoholhaltigen Desinfektionsmittel die Zwischenzehenräume, die Sohle sowie den Fußrücken mehrfach täglich einsprühen. Bei Allergien ein 3-prozentiges Wasserstoffperoxid-Gemisch nur zweimal pro Tag benützen. Danach eincremen.

Socken sollten mehrmals täglich gewechselt werden und niemals barfuss in Schuhen oder Sandalen laufen, da die Gefahr von durch Fußschweiß aus dem Schuh heraus gelösten Chemikalien die Krankheit noch verschlimmern kann.

Fußpilzinfektionen kann man in Schwimmbädern, Saunen, Fitnessstudios, Umkleidekabinen und öffentlichen Duschen, Hotelteppichen und Hotelbädern bekommen.

Helfen einfache Hygienemaßnahmen nicht mehr, kann man mit Nizoral, Lamisil, Clotrimazol, Daktar und anderen Cremes die Probleme angehen. Aber nicht immer helfen Cremes, da es viele verschiedene Hautpilze (auch Hefemykosen oder Faden­mykosen genannt) gibt.

Nach Salzwasserbädern gut abtrocknen, alkoholische Kamillenauszüge im Fußbad oder aber Injektionen mit homöopathischen Wirkstoffen wie Candida Albacans  zur Anregung des eigenen Immunsystems, aber auch Eigenblut- oder Eigenurininjektionen, können helfen.

Spezialsocken, so genannten Zehensocken, die wie Handschuhe an den Füßen sitzen, haben sich auch als therapeutisch wirksam erwiesen, vor allem solche mit Silberfadenkombinationen.

In besonders schlimmen Fällen gibt es mit Terbinafin und Ketoconazole starke chemische Wirkstoffe, die oral als Tabletten-Kur über mehrere Wochen oder Monate einzunehmen sind. Nebenwirkungen können stark sein, eine Einnahme ohne Rücksprache mit Arzt oder Podologen wäre unverantwortlich und viel zu gefährlich.

Dirk Weeber-Arayatum­sopon behandelt im Podolo­giezentrum in Bangkok und Chiang Mai alle Arten von Oberflächen-Fußproblemen. Informationen gibt die Inter­netseite www.mft-thailand.com


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