Ratschläge vom Podologen bei Fußproblemen
von Dirk Weeber-Arayatumsopon
9. Jahrgang
Ausgabe Nr.24

15. Juni - 21. Juni , 2010
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Der eingewachsene Nagel

Dies ist eines der am meisten unterschätzten Probleme der Gesellschaft. Der eingewachsene Nagel (Unguis Incarnatus) ist eine der schmerzhaftesten Erkran­kungsformen der modernen Zeit. Das stark durchblutete Zehengewebe kann bei Entzündungen Schmerzen hervorrufen, die so stark sind, dass schon Menschen sich den Zeh abtrennten um „Erlösung“ zu bekommen.

Meist ist der Nagel aber falsch geschnitten, was zur Problematik führt, denn jeder Zeh ist anatomisch anders gestaltet, so auch der Nagel.

Fußpflegeschulen unterrichten meist, man müsse den Nagel gerade schneiden, ein Einschneiden in die Ecken sei fatal. Derselbe Unfug wird seit Jahren von Generation zu Generation in Familien weitergegeben. Ein Nagel muss so geschnitten werden, wie es anatomisch von Zeh- und Nagelform naturgegeben ist. In der Regel, und es gibt viele Ausnahmen, empfehlen Podologen, Ärzte und Fußpfleger ein gerades Schneiden des Nagels und eine leichte Einkerbung (ca. 30 Grad) in den Ecken. Dies kann aber wie bereits dargestellt nicht als allgemeingültig angesehen werden.

Menschen, die unter eingewachsenen Nägeln leiden, wissen wie schlimm diese Sache werden kann. Ursachen sind falsches Schneiden, mangelnde Hygiene beim Schneidewerkzeug (also keine Sterilisation oder Desinfektion). Viele Personen einer Familie nutzen das gleiche Instrument. Fatal, das kann zu Entzündungen und bakteriellen Infektionen mannigfaltiger Couleur führen. Falsches, zu enges Schuhwerk spielt eine Rolle, lange Zeit gar keine Nägel schneiden, Fußdeformationen (egal ob selbst verursacht, durch falsches Schuhwerk oder Genetik), und Fremdkörper, die sich einschleichen (Sockenreste, Sand, Splitter, Insekten wie Zecken oder Holzböcke etc.).

Es gibt mannigfaltige Möglichkeiten, die Probleme zu beheben. Druckentlastung, Einlagen, orthopädische Schuhe, richtige Schneidetechnik, Haut- und Nagelpflege oder Operationen (so genannte Plastik nach Emmert, mit oder ohne Teilentfernung der Nagelwurzel). Oder aber die so genannte Nagelspange.

Das Dümmste, was man machen kann, ist, den Nagel zu ziehen oder aber komplett zu entfernen. Das machen heute nur noch unbeholfene, schlecht ausgebildete Chirurgen. Wir führen im Podologiezentrum in der Regel 30 kleinere Eingriffe pro Woche durch, denn der eingewachsene Nagel gehört zu den Hauptproblemen der Patienten, die zu uns kommen.

Dirk Weeber-Arayatumsopon behandelt im Podologie­zentrum in Bangkok und Chiang Mai alle Arten von Oberflächen Fußproblemen. Informationen gibt die Inter­netseite www.mft-thailand.com


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