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Antwortbrief an Michael auf dessen Antwort für „Strandfrechheiten“

Lieber Michael, ich mag bezüglich Thais oder Nicht-Thais nicht so viel Ahnung haben wie Sie, aber ich habe ganz sicher mehr Ahnung davon was Höflichkeit betrifft. Es ist nämlich völlig egal, ob jetzt jemand gutes Englisch versteht oder nicht, als Einheimischer muss man zu jedem Gast dieses Landes höflich sein. Es kann sein, dass die russische Dame kein gutes Englisch sprach, ich bin aber sehr sicher, auch der unverschämte junge Mann, ob Khmer oder Thai, sprach sicher auch kein gutes Englisch oder wahrscheinlich kein einziges Wort. Ob er nun für 200 Baht am Strand „schuften“ muss (ich bin überzeugt, dass er sich sicher keinen Finger wegen Überarbeitung brechen wird), spielt dabei keine Rolle. Die Schuld trifft auf jeden Fall einen Thai – und zwar den Strandbetreiber. A) hat er zugesehen, wie der Unverschämte die Frau belästigte, ja ich wage es zu sagen, er/sie gab ihm sicher den Auftrag dazu. B) Die Thais (und nicht die Touristen) bezahlen die Arbeiter aus angrenzenden Ländern, die sich hier illegal aufhalten und illegal einer Arbeit nachgehen, sehr schlecht. Dadurch, dass der Strandbetreiber einen illegalen Ausländer beschäftigte, hat er sich gegen das Gesetz vergangen und müsste bestraft werden. Dies alles alleine gehört schon angeprangert. Aber durch Leute wie Sie, die keinen Fehler in Unhöflichkeit und Nötigung sehen, werden sich die schlechten Sitten der Thais nie ändern.

Zum Glück sieht die Militärregierung dies alles neutral, gerecht und zum Glück anders als die korrupten Politiker von früher und gewissenlose Geschäftsleute. Die sind jetzt gerade dabei, die Strandbetreiber zu investigieren, denn alle zahlen keine Steuern und wenn man einem Bericht der Bangkok Post glaubt (was ich tue), dann kann so ein Strandbetreiber, der mit Sicherheit etliche Strandbetten und Schirme tagtäglich vermietet, am Jahresende einige Millionen Baht einstreichen. Daher könnten sich diese Leute ganz sicher höfliches und gut bezahltes Personal leisten.

Eine deutsche Leserin