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Prayuth muss vorsichtig sein

General Prayuth ist nun Ministerpräsident in Thailand. Er hat die Macht auf seiner Seite – zum Glück! Nun wird er aber neben dieser schweren Aufgabe in den vorläufig nächsten 14 Monaten auch Säuberungsaktionen durchführen, die niemand in den letzten Dekaden auch nur wagte, zu erwähnen. Diese Aufgabe wird noch viel schwieriger werden und der General hat das thailändische Volk beeits darum gebeten, ihn darin zu unterstützen. Er warnte aber auch jene, die sich ihm, der kommenden Regierung und dem NCPO dabei in den Weg stellen wollen. Wortwörtlich sagte er, dass diese Warnung hauptsächlich jenen Menschen gelte, die die Situation in Thailand bisher noch immer nicht richtig verstanden haben. Recht hat er, denn die dunklen Elemente, die Thailand so lange beherrschten, sind noch keinesfalls ganz verschwunden und er will auf jeden Fall Gewalt auf die Bürger ausüben, obwohl dies im Bereich des Möglichen liegt, falls man sich nicht fügt.

Dieser General, der sein ganzes Leben bisher in der Armee diente, sowie seine Kollegen und Freunde sind es gewöhnt, Befehle zu geben und Befehlen zu gehorchen. Disziplin ist die Nummer 1 in ihrem Dasein. Nun aber wird er in Kürze pensioniert werden und das zivile Leben ist sehr häufig ganz anders als in der Armee. Hier im Zivilleben wird er Menschen begegnen, die sich seinen Befehlen nicht oder nicht gleich unterordnen werden. Das bedeutet nicht, dass diese Menschen nicht loyal sind, sondern einfach nur, dass sie entweder eigenständig denken oder gar nicht denken und den Lockungen von Bestechungsgelder der oben erwähnten dunklen Elemente erliegen.

Ministerpräsident Prayuth wird es in Zukunft mit Menschen zu tun bekommen, die mit ihm diskutieren, etwas anzweifeln, Vorschläge machen und kritisieren. Er darf nun auf keinen Fall von diesen Leuten absoluten militärischen Gehorsam verlangen und Debatten mit Unloyalität zu tun. Ich wünsche ihm viel Glück dazu!

Dr. Elmer Abelmann