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Wohin darf man „Gassi gehen“?

Es gab in letzter Zeit viele Leserbriefe, die das Thema Freundlichkeit der Thais gegenüber Farangs zum Inhalt hatten und zum Teil mit der Vokabel ‚Rassismus’ in Verbindung brachten. Heute Morgen habe ich beim Gassigehen in meiner Wohngegend etwas zum Thema ‚Freundlichkeit’ gegenüber Hunden entdeckt. Und wenn man das von mir gemachte Foto genau betrachtet, hat es anscheinend auch etwas mit der Freundlichkeit gegenüber Farangs oder vielleicht sogar mit Rassismus zu tun. Denn ich frage mich, warum wurde die Forderung der Anwohner eines neu entstandenen Village‘s in englischer Sprache an die Wand gesprüht. Wir leben hier doch in Thailand und in dem Village leben Thais, ich bin der einzige Farang in der näheren Umgebung. Nehmen die Thais etwa keine Rücksicht auf ihre Landsleute? Wie sollen die Eigentümer der etwa 25 anderen (und viel größeren) Hunde im näheren Umfeld die Botschaft verstehen? Und die vielen herrenlosen Straßen- bzw. Baustellenhunde können das schon gar nicht lesen.

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Ich nehme immer eine Plastiktüte und ein Schäufelchen mit und lese das auf, was meine winzig kleinen Hunde (in der Größe von Katzen) hinterlassen. Ich mache dies im Gegensatz zu all den Thais, die ihre Hunde frei herum rennen lassen und sich den Dreck um deren Dreck kümmern.

Ich muss mir nun wohl Gedanken machen, wo ich mit meinen Hunden künftig spazieren gehen kann, denn nach diesem Graffiti kann es ja sein, dass die Anwohner noch ‚freundlicher’ werden und ‚Futter’ an die Straße stellen. Und dagegen etwas sagen, ist sicher auch schwierig, denn wer weiß schon, wie die Thais dann reagieren. Und eigentlich wollte ich noch etwas länger hier leben, aber ich muss mir wohl Gedanken über Alternativen machen…

Rudolf