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Wohin soll ich mich an der Strandpromenade nun setzen?

Leider gibt es an dem nun trostlos aussehenden Pattaya Strand kaum Sitzgelegenheiten. Bis vor einem Jahr bin ich fast täglich an diesen Strandabschnitt gefahren, damals gab es noch alle paar Meter die mit braunen Fliesen ausgelegten Sitzgelegenheiten. Manchmal saß ich dort über zwei Stunden und habe die Händler beobachtet, wie sie den Lieblingssalat der Thailänderinnen gestampft haben. Egal wie scharf er war, haben sie ihn mit Tränen in den Augen und vor Glück zubereitet. Manchmal kam eine Frau auf einem Fahrrad und sie hatte Kaffee nach Wunsch mit Milch und Zucker dabei. Oder es kam eine Frau mit einem Wagen voll Ananas oder Melonen – natürlich gekühlt und bot diese feil. Oder ein Mann kam, der immer sehr schöne Garnelen anbot. Alles war preisgünstig und frisch. Neben den jungen, schönen Thaifrauen bummelten auch viele einzelne Männer oder Paare. Manchmal sah man auch Wesen, bei denen man raten musste, ob es ein Mann oder eine Frau ist. Manche von ihnen hatten sich tolle „Ersatzteile“ einbauen lassen. Aber mit der Zeit hatte man einen Blick dafür. Wenn mich dann so ein Katoy ansprach, hatte ich einen tollen Trick auf Lager: Ich sagte mit tiefer Stimme und russischem Akzent: „Ich nur little Rubel“. Zack, war der Katoy weg.

Nun besteht der Strand nur aus dreckigen Sandsäcken mit ein paar gelangweilten Touristen. Einmal kam eine Frau auf mich zu und sprach mich an, ob ich mit ihr mitkommen wolle. Leider musste ich nein sagen, denn ich bin ein alter Kacker und ich war erstaunt, was für tolle Chancen ich noch bei den Frauen habe.

H. Samier