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Der selbstlose Akt einer Mutter

Im Sommer 1974 war Pattaya noch ein kleines Fischerdorf. Tiffany’s Theater war am eröffnen und der Vietnam Krieg ein Jahr vom Ende entfernt. Die Fahrt von Bangkok nach Pattaya betrug damals noch mehr als 5 Stunden, das Leben im Dorf war ruhig und Delfine konnten regelmäßig in Pattayas Bucht gesichtet werden. Vater Ray Brennan war damals der lokale katholische Priester und half schon damals vielen Menschen die sich in Nöten befanden, lange bevor er das Waisenhaus, das erste seiner vielen Projekte, gründete.

Die vier Töchter mit ihrer Mutter kurz vor ihrer Abreise nach den USA.

Die vier Töchter mit ihrer Mutter kurz vor ihrer Abreise nach den USA.

Eine junge Frau, die regelmäßig die katholische Messe besuchte, war die Mutter von vier kleinen Mädchen und hatte große Probleme ihre Kinder durchzubringen. Da sie wusste, dass sie ihnen niemals etwas bieten konntem fragte sie Vater Ray ihr zu helfen Adoptivfamilien für die Kinder zu finden. Wie der Zufall es wollte, kannte der Priester zwei amerikanische Militär-Familien, die nach Kindern suchten um sie zu adoptieren. Sie legte sie großen Wert darauf, dass die Kinder in guten christlichen Familien aufwachsen würden. Die Frau willigte ein wollte aber die beiden amerikaner zuerst sehen. Sie verlangte auch Fotos von ihren Frauen, ihren Damilien und ihren Häusern in den USA zu sehen und wollte auch wissen, in welche Schulen die Kinder gehen würden. Nach enauer Überlegung stimmte sie dann zu, dass ohre Kinde rin den USA ein neues Leben beginnen konnten.

Father Ray mit drei Kindern und einem neuen Elternpaar.

Father Ray mit drei Kindern und einem neuen Elternpaar.

Boonchoo, die älteste und Anchalee die jüngste Tochter fanden ihr neued Heim in Greenville Texas, die beiden mittleren Töchter, Ganya und Varee, kamen zu einer Familie in Spokane im Staat Washington. Die Mutter hatte darauf bestanden, dass immer zwei Kinder zusammen blieben. Obwohl die Mädchen zweitausend Meilen voneinander entfernt lebten, blieben sie mit wöchentlichen Telefonanrufen und gemeinsamen Urlaub jedes zweite Jahr in ständiger Verbindung. Nun, nach 43 Jahren fern von der original Heimat kamen sie nach Thailand auf Besuch. Varee konnte nicht kommen, schickte aber ihre Tochter Amanda. Während ihres Aufenthaltes besuchten sie das Pattaya Orphanage und trafen dort Khun Radchada ‚Toy‘ Chomjinda, die ehemalige Sekretärin von Vater Ray. Natürlich besuchten sie auch die Father Ray Foundation, und trafen dort Bruder Denis, einen langjährigen Freund von Father Ray.

Die vier Geschwister hatten immer engen Kontakt zueinander.

Die vier Geschwister hatten immer engen Kontakt zueinander.

Die vier Frauen fuhren auch nach Rayong und besuchten den Ort an dem sie mit ihrer Mutter gelebt und dort gespielt hatten. Natürlich gibt es ihr altes Zuhause nicht mehr, das musste dem Fortschritt weichen, aber sie erkannten die Straße wieder. Leider konnten sie ihre Mutter nicht treffen, ja sie wissen nicht einmal ob sie noch am Leben ist. Khun Toy versucht nun alles menschenmögliche, um dies herauszufinden. Viele Besucher der beiden Organisationen, dem Pattaya Orphanage und der Father Ray Foundation meinen, dass sie nie verstehen, wie Mütter ihre Kinder einfach weggeben können. Aber diese Besuche rkommen meist aus Ländern mit Wohlfahrtssystemen, das Thailand im Jahre 1974 nicht hatte. Was also sollte eine alleinstehende Mutter tun? Zusehen wie ihre Kinder immer ärmer werden, wie sie hugrig sind und keine richtige schulische Erziehung bekommen, weil sie frühzeitig arbeiten müssen um sich ihren täglichen Reis zu verdienen? Wir sagen dazu, dass diese Mutte reine heroische Tat beging, ihr eigenes Glück hinter das ihrer Kinder stellte, damit diese eine besseres Lebe haben können. Pattaya hat sich seit diem Jahr 1974 gewaltig berändert. Das kleine Fischerdorf wurde eine riesige Stadt mit vielen großen Einkaufscentren und Top-Hotels. Und es ist lange her, dass man Delfine in Pattayas Bucht sichtete. Aber es gibt immer noch Menschen die Hilfe brauchen und das Pattaya Orphanage und die Father Ray Foundation machen alles, was nötig ist um zu helfen.

Drei Geschwister und eine Nichte beim Besuch in Pattaya vor dem Standbild von Father              Ray. (Von links) Ganya, Nichte Amanda, Anchalee und Boonchoo.

Drei Geschwister und eine Nichte beim Besuch in Pattaya vor dem Standbild von Father
Ray. (Von links) Ganya, Nichte Amanda, Anchalee und Boonchoo

Die vier Damen aus den USA beim Besuch im Redemptoristen Center. Mit dabei sind Derek Franklin (ganz links) und Bruder Denis (2. von rechts) und Radchada Chomjinda (ganz rechts).

Die vier Damen aus den USA beim Besuch im Redemptoristen Center. Mit dabei sind Derek Franklin (ganz links) und Bruder Denis (2. von rechts) und Radchada Chomjinda (ganz rechts).