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Die japanischen Leibwächter des Thai-Königs

Eigenbericht. Japanische Samurai dienten früher als Leibwächter des Königs von Ayutthaya. Während der Ayutthaya-Periode war die Kolonie die Heimat von etwa 1.000 Japanern und sie hatten einen japanischen ‚Chef’, dessen bekanntester Yamada Nagamasawar. der auch als ‚Samurai von Siam’ bekannt war.

Dies war eine der Geschichten, die John Toomey in seinem Vortrag über den ‚Samurai von Siam’ am 1. September 2013 beim Treffen des Pattaya Expats Clubs im Tavern on the Sea, erwähnte. John Toomey ist bekannt für sein umfassendes Wissen und sein leidenschaftliches Interesse bezüglich der asiatischen Kunst und Geschichte.

John begann mit der Beschreibung der Ereignisse in Japan am Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts, in deren Ergebnis viele Japaner aus Japan nach Ayutthaya und in andere Ländern in Asien geflohen sind. Die Einwohner der Kolonie war ein Mix aus Händlern, konvertierten Christen, die wegen der Verfolgung durch japanische Shoguns aus ihrem Heimatland geflohen sind, und Samurai, die infolge des Bürgerkriegs keinen Master mehr zum dienen hatten.

Viele der Japaner wurden in der kleinen Armee von Leibwächtern des Königs wegen ihrer kämpferischen Fähigkeiten und der Qualität ihrer Schwerter aufgenommen. Die Japaner haben sich freiwillig als Bodyguards angeboten, weil sie dem König dankbar waren, dass sie bleiben durften.

John erklärte, wie Yamada Nagamasa in die Gemeinschaft und an die Macht kam und dabei den Weg vom niederen Thai Adel Rang zum edlen Rang ging und schließlich Gouverneur der Provinz Nakhon Si Thammarat auf der malaiischen Halbinsel im heutigen südlichen Thailand wurde. Yamada wurde im Jahre 1590 in Japan geboren und starb im Jahre 1630 in Thailand und es gab Spekulationen, dass er vergiftet wurde.

Es war eine Epoche starker Handelsbeziehungen zwischen Japan und Ayutthaya einschließlich der Kommunikation zwischen dem König und dem Shogun von Japan. John beschrieb die „Red Seal” Schiffe und stellte fest, dass der Name von dem Dokument stammt, das ihnen von der Shogun – Regierung übergeben und ihnen den Handel Japan gestattete. Zu diesem Handel gehörte der Export von Hirschfellen und Gläsern, die die Japaner für die Aufbewahrung von Teeblättern bei den bedeutenden japanischen Teezeremonien schätzten. Auch kann man nicht wirklich den Shogun von Japan für einen Kommentar in einem seiner Briefe an den König rügen, denn schließlich hatte er nie eine Reise nach Südostasien unternommen. Die Unkenntnis des Klimas in Südostasien zeigte der Shogun in einem Brief an den König zur Förderung der Handelsbeziehungen, in dem er am Ende schrieb „Achten Sie auf Ihre Gesundheit in der Winterzeit.”

Als Yamada Nagamasa nach Ayutthaya kam, hat er sich als vertrauenswürdiger Händler, Krieger und Anführer der japanische Kolonie eingesetzt. Er unterstützte die Feldzüge des Königs Songtham an der Spitze der japanischen Armee unter der japanischer Flagge. Yamada war möglicherweise ein ‚herrenloser Samurai’, aber das weiß man nicht genau. Wenn dem so wäre, müsste er in Japan unter 21 Jahren Samurai geworden sein.

Nach dem Tod von Yamada waren die Behörden in Ayutthaya darüber besorgt, dass die Japaner zu stark in die thailändische Wirtschaft einbezogen waren und zu viel Macht gewonnen haben und deshalb hat man angewiesen, dass jeder Japaner getötet werden müsse. So gingen die Menschen in der japanischen Kolonie durch gute und schlechte Zeiten, aber, wie John sagte, „sie waren gefangen zwischen dem Teufel und der tiefblauen See”, denn es war ihnen unter Androhung der Todesstrafe auch nicht erlaubt, nach Japan zurück zu kehren. Einige flohen nach Kambodscha und andere wurden getötet. Letzten Endes hat man aber den Japanern, die in Ayutthaya blieben und nicht getötete wurden, Land gegeben.