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Thai-Rotarierin hilft Kindern in Indien

Die kommende Präsidentin des Rotary E-Clubs Dolphin International, Maneeya Engelking, eine deutschsprachige Thailänderin, die 25 Jahre lang mit Professor Dr. Gerhard Engelking, dem seinerzeitigen Leiter des Goethe-Instituts in Osaka und später in Kuala Lumpur, verheiratet war, kümmert sich seit Jahren um Kinder in Indien.

Der E-RC Dolphin hilft bereits Kindern in Laos, Grenzgebiet Burma und Gastarbeiter Kindern aus Kambodscha zu helfen. Nun soll dies auch in Indien und eventuell sogar Nepal geschehen. In den beiden letzten Ländern ist der pro Kopf Durchschnittsverdienst der niederen Schichten an die 126 Euro, in Nepal sogar nur 55 Euro. Diese Zahlen beruhen auf offiziellen Angaben von verschiedenen Institutionen wie der Weltbank, dem internationalen Währungsfond oder der OECD, die jährlich neu berechnet werden.

Maneeya bei der Essensverteilung.

Maneeya bei der Essensverteilung.

Im Gegensatz dazu: Deutschland liegt auf gleicher Berechnungsbasis bei einem monatlichen Pro-Kopf-Einkommen von 3.287 €. Dies ist jedoch keineswegs der Spitzenplatz in der Welt.

Deutschland liegt erst an 18. Stelle. Angeführt wird die Tabelle von Monaco mit 10.543 €, Liechtenstein mit 6.948 €, Norwegen mit 6.198 €, Schweiz mit 6.116 €, Luxemburg mit 5.771€. Es folgen die Länder Macau, Island, Dänemark, die USA, Schweden, Australien, Irland, Singapur, Niederlande, Österreich, Finnland und Kanada.

Die arme Bevölkerung Indiens freut sich über Almosen.

Die arme Bevölkerung Indiens freut sich über Almosen.

Nun wurden auch vom E-RC Club Dolphin die ersten konkreten Kontakte nach Indien geknüpft durch Maneeya Engelking, im Moment noch Mitgliedschaftsbeauftragte für Südostasien. Maneeya reist seit einigen Jahren regelmäßig im November nach Bodhgaya, im Nordosten von Indien, um dort sozialtätige Inder aufzusuchen. Am Rande von Bodhgaya, in einem Armenviertel, kümmern sich sowohl Europäer als auch die Regierung um Schüler einer Grundschule. Die dort arbeiteten Lehrer betreuen nebenher noch 12 Kinder, die von ihren Eltern verstoßen wurden. Maneeya veranlaßte, daß für die Kinder 400 Schulbücher gekauft wurden, zum Teil in Englisch, zum Teil in Hindu, sowie Schreibmaterial. Beides wurde einzeln an die Schüler verteilt. Die Helfer verteilten auch Essen: Reis mit Curry, Hühnchen oder Fisch und Getränke an zirka 200 arme Leute aus der Umgebung. Maneeya verteilte auch Geldscheine, 20 bis 100 Rupien pro Person oder Familie. Insgesamt spendete Maneeya dieses Mal mehr als 100.000 Baht aus ihrer eigenen Tasche und erhielt vom Ehepaar Deter noch 20.000 Baht dazu.

Die Schulbücher werden verteilt.

Die Schulbücher werden verteilt.

100 Rupien sind etwa 60 Baht, etwa 1,80 Euro. Für 5 Rupien bekommt man ein kleines Brot. 10 Rupien müssen oft reichen, um einen Tag zu überleben (knapp 0,20 €).

Maneeyas Plan war auch rote Winterjacken für die Schüler zu kaufen, 400 Stück, aber sie waren nur auf Bestellung zu bekommen. Deshalb werden Maeeya und das Ehepaar Deter im Januar diesen Jahres gemeinsam nach Indien fliegen um diese Jacken und vielleicht noch vieles mehr abzuliefern.