PattayaBlatt logo

Die Aggressionen scheinen sich zu häufen

Dass die Farangs bei allem und immer und überhaupt die Schuld im „amazing“ Thailand tragen, ist ja nun langsam überall bekannt. Da gibt es denn alten Witz von einer Gerichtsverhandlung, bei der ein Farang eingesperrt wird, da sein Wagen durch eine betrunkene Motorradfahrerin von hinten angefahren wurde. Der Richter verurteilte keineswegs seine Landsfrau, sondern sprach den Farang schuldig, da dieser sich ja in Thailand (wo ihn eigentlich niemand braucht) aufgehalten habe. Denn wäre er nicht hier gewesen, wäre die betrunkene und drogensüchtige Frau nicht auf ihn aufgefahren.

Aber Spaß beiseite, die Aggressionen gegen Ausländer vor jene, die eigentlich das Geld nach Thailand bringen, häufen sich hierzulande. Ein Russe wird von einem Falsch-Uhren Händler niedergestochen, weil der seine Ware nicht kaufen will. Angeblich habe der Russe Fäkalsprache benutzt und ihm einen Stuhl nachgeworfen und der arme, unbedarfte, frühere Thaiboxer hat solche Todesangst bekommen, dass er zum Messer griff. Dass der Russe vielleicht genervt war, weil der lästige Händler partout nicht weggehen wollte und ihm seine Ware aufdrängte und er dadurch vielleicht ein „f…off“ sagte, wird natürlich nicht eingesehen. Farangs sind eben dazu da, alles kaufen zu müssen, was immer man ihnen anbietet, alles tun zu müssen, was man ihnen sagt und alles ertragen zu müssen, was man über sie sagt. So einfach ist das. Nur eines können die Thais nicht mit Farangs machen: sie als Sklavenarbeiter beschäftigen, das tun sie dann nur mit Menschen aus Laos, Kambodscha und Myanmar. Aber sonst ist der Farang immer dran. Er wird bestohlen, verprügelt, betrogen und belogen – und dann wundert sich der Thai, warum der Farang plötzlich aus dem amazing Thailand verschwindet und fern bleibt. Ups, das kann dann aber ans Geld gehen, wenn das so weitergeht.

Aber, wie ich vernommen habe, gibt es auch in der Wirtschaft mit Ausländern Probleme. Da werden immer neuere und andere und strengere Auflagen gemacht, um den ausländischen Mittelstands- und Kleinunternehmen hierzulande das Leben noch schwerer zu machen, als es ohnehin schon ist. Will die Regierung vielleicht die westlichen Ausländer vertreiben? Glaubt man, man wisse schon selbst genug und könne schon selbst alles, um die Ausländer nicht mehr zu benötigen? Außer die Chinesen natürlich, denen man gewissermaßen „hinten reinkriecht“.

Nun, ich weiß nicht genau, um was es geht. Ich weiß nur eines: Ausländer haben Thailand eigentlich zu dem gemacht, was es wirtschaftlich heute ist. Ohne die westliche Finanzspritze, ohne den westlichen Einfluss wäre Thailand wahrscheinlich noch immer so ähnlich wie Laos oder Myanmar.

Ich möchte die Thais allerdings vor etwas warnen – aber wahrscheinlich haben sie die kommende Gefahr sowieso bereits erkannt. ASEAN nämlich. Da werden dann die der englischen Sprache mächtigen Asien-Ausländer das Land der Freien überfluten und so mancher Thai wird sich dann vielleicht die westlichen Farangs zurück wünschen.