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Korruption mit der Gesundheit in China zieht weite Kreise

Dass das chinesische Gesundheitssystem korrumpiert ist, wurde vor Kurzem bekannt, als der britische Pharmahersteller Glaxo Smith Kline (GSK) Schmiergelder an Ärzte und Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in Behörden zahlte. Angeblich soll diese Korruption hunderte Millionen Euro umfassen.

Nun werden mehr und mehr fremde Pharmaunternehmen in Ermittlungsverfahren verwickelt, denn auf diesem teuren Markt haben die eigenen Marken Vorrang.

Nun sind die Schweizer Novartis AG und der amerikanische Konzern Eli Lilly an der Reihe. Laut der kantonesischen Wirtschaftszeitung 21 Shiji Jingji Baodao wird Novartis vorgeworfen, Mediziner bestochen zu haben, damit sie Medikamente dieser Firma verschreiben. Novartis bestreitet dies und will nun interne Ermittlungen einleiten.

Pharmahersteller Sanofi aus Frankreich erhielt Anschuldigungen, 500 Mediziner in China mit 1,7 Millionen Yuan (etwa 200.000 Euro) bestochen zu haben.

Nach Aussagen eines ehemaligen Managers von Eli Lilly, sind Korruptionszahlungen „üblich und an der Tagesordnung“. Damit soll der eigene Umsatz hochgeschraubt werden.

Auch der deutsche Pharmariese Bayer soll angeblich Korruptionszahlungen geleistet haben. Gegen Bayer sollen angeblich ebenfalls bereits Ermittlungen laufen. Bayer wies diese Anschuldigungen von sich und sagte, dass sie bisher noch nicht konfrontiert worden seien.

Bisher sagten alle Pharmaunternehmen, dass sie diese Vorwürfe sehr ernst nehmen und sie untersuchen werden.