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Ausgangssperre wäre nichts Neues in Thailand

Die kürzlichen Straßendemonstrationen in Bangkok, die den Rücktritt des Ministerpräsidenten, sowie die Änderung der Konstitution fordern, konnten bisher unter Kontrolle gebracht werden, indem teilweise die Verkehrsverbindungen gesperrt wurden und Lastwagen mit Wasserkanonen auffuhren und die Demonstranten bespritzten.

Nun aber hat Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha damit gedroht, eine weitere Ausgangssperre zu verhängen, sollten die Demonstrationen nicht aufhören. Er hat die Macht dazu, da seit dem letzten Frühjahr ein Zusatz in den Statuten der Ausnahmezustand Regeln gemacht wurde, die bisher jeden Monat vom Parlament erneuert wurde – angeblich wegen der Covid-19 Pandemie.

Die Möglichkeit einer weiteren Ausgangssperre wird in Betracht gezogen.

Wichtig dabei ist, dass diese Ausgangssperren nicht unbedingt nationenweit ausgedehnt werden, sondern sich auch auf kleinere Gebiete beschränken können. So bereits früher geschehen in den drei südlichen Staaten des Königsreiches, die an Malaysia angrenzen und die Separatisten beherbergen.

Soldaten sichern das Viktory Monument in Bangkok.

Die Corona Pandemie hat Ausgangssperren in vielen Ländern hervorgerufen. In Thailand wurde sie am 2. April 2020 verkündet, aber da die Anzahl der Infizierten oder Toten nicht stieg, wurde sie im Juni widerrufen.





Ausgangssperren gab es in Thailand auch bereits unter Taksin im Jahre 2004, seiner Schwester im Jahr 2013, AbhisitVejjajiva im Jahr 2010. Noch weiter zurück gab es eine lange Ausgangssperre im Jahr 1976 und 1977 und eine weitere im Jahr 1992. All diese Ausgangssperren wurden aber wegen politischer Unruhen ausgerufen.

Ein Mönch wird getestet ob er Fieber hat.