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Leptospirose greift um sich

In der Gegend von Nakhon Sri Thammarat, im Süden Thailands, das sonders von Überschwemmungen betroffen ist, vermehrt sich die Leptospirose Krankheit, die vom Urin oder auch vom Speichel von Nagetieren stammen. Durch Wunden gerät dieses Virus in den Körper des Menschen und kann unter Umständen zum Tode führen.

Viele Einwohner dieser Gegend mussten mit nackten Beinen und Füßen durch das Hochwasser waten und nun wurde bei mindestens 42 Menschen Leptospirose diagnostiert.

Es wird vermutet, dass der Herd des Ausbruchs von Leptospirose in der größten Mülldeponie des Landes in der Gemeinde Na Sai liegt, die überschwemmt wurde.

Die Leptospirose, im medizinischen Sprachgebrauch auch Weil-Krankheit, Schlamm-, Sumpf- oder Feldfieber genannt, ist eine weltweit vorkommende bakterielle Infektionskrankheit.

Verursacht wird die Erkrankung durch das Bakterium Leptospira interrogans, das über infizierte Körperflüssigkeiten wie Urin, Blut oder Speichel von Nagetieren wie Ratten, seltener auch von Säugetieren, zum Beispiel Hunden oder Schweinen, ins Wasser oder in den Erdboden gelangt.

Der Mensch steckt sich üblicherweise durch kleine Verletzungen der Haut, Schleimhaut oder Bindehaut an. Eine Tröpfcheninfektion über Sekrettröpfchen in der Atemluft ist auch möglich. Die Zeit zwischen dem Kontakt mit dem Bakterium und den ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt zwei bis 30 Tage, in der Regel maximal ein bis zwei Wochen.

Die Leptospirose beginnt meist plötzlich mit grippeähnlichen Symptomen, zum Beispiel sehr hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Hautausschlag und einer Entzündung der Augenbindehäute. Starke Wadenschmerzen können auftreten. Oft kommt es nach kurzfristiger Besserung der Beschwerden zu einem erneuten Fieberanstieg und einer Entzündung der Leber, Nieren (nachlassende Urinproduktion und Ausscheidung blutigen Urins), Hirnhäute oder des Herzmuskels. Blutgerinnungsstörungen, Störungen des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege können auftreten. In der überwiegenden Zahl der Fälle verläuft die Leptospirose allerdings als vorübergehende, gutartige Fiebererkrankung. Als Komplikationen können Leber- und Nierenversagen sowie Blutungen auftreten. Nimmt die Erkrankung einen schweren Verlauf, kann sie in mehr als 20 Prozent der Fälle zum Tode führen.

Menschen wie Tiere können sich durch eine Impfung schützen.

Leptospirose greift um sich

In solchem Schmutzwasser kann man sich mit Leptospirose ebenfalls infizieren.