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Seltene Sichtung eines Baby der Brydewale

Vor kurzem wurde ein Baby Brydewal nach der Trennung von seiner Mutter im Golf von Thailand längere Zeit gesichtet. Die Sichtung erfreute eine Gruppe von Forschern, die jahrelang dem jungen Kalb auf der Spur waren.

Der Minister für Natur und Umwelt, Wichet Kasemthongsri, führte eine Gruppe von Forschern an, die den Fluß Tha Chin in der Gegend, wo die Provinzen Samut Sakhon und Samut Songkram an den Südwesten von Bangkok stoßen, inspizierten, um das Leben von Thailands Brydewalen zu beobachten.

Während der Reise hat man einen Brydewal entdeckt. Die Forscher an Bord haben erkannt, dass es ‚Somtum’ (‚Papaya-Salat’) ist, ein mehr als zweijähriger Wal mit einer deformierten Rückenflosse. Seine jetzige Entdeckung gibt wichtige Informationen, denn es ist das erste Mal, dass ‚Somtum’ seit Oktober letzten Jahres allein ohne seine Mutter gesichtet wurde.

Mit der Mutter macht das Schwimmen Spaß.

Mit der Mutter macht das Schwimmen Spaß.

Ein Brydewal Baby bleibt zwei Jahre bei seiner Mutter, bevor es seine eigenen Wege geht.

Minister Wichet sagte, es sei wunderbar, dass diese Säuger wieder in Thailand gesichtet wurden. Begeistert sagte er, dass er die Forschung zur Erhaltung der Brydewale gemeinsam mit dem Tourismus weiter unterstützen wird.

„Wir werden die Provinzen und insbesondere deren Verwaltung unterstützen, damit sie mit dem Ministerium zusammenarbeiten, um ausgediente Fischerboote zu Booten für den Tourismus umzubauen“ sagte Minister Wichet Kasemthongsri.

Die Marine und Küsten Abteilung hat seit fast vier Jahren die Lebensumstände der Brydewale erforscht. Sobald ein neuer Wal entdeckt wird, werden die Beamten das erfassen mit genauer Position, Besonderheiten der Haut und des Verhalten. Bisher wurden etwa 40 Brydewale namentlich erfasst.

Normalerweise kann man vom Aussehen allein nicht auf das Geschlecht schließen. Einen weiblichen Brydewal kann man allerdings leicht daran erkennen, dass dessen Baby daneben schwimmt. Unter den 40 erfassten Walen gibt es nur acht Weibchen.

Surasak Thongsukdee, ein Wissenschaftler und Fischerei-Experte des Marine and Coastal Resources Research and Development Center erklärte das Verhalten einer Mutter und ihrer Babys.

„Ein weiblicher Brydewal ist 12 Monate lang schwanger und füttert sein Baby sechs Monate lang. Nach dieser Zeit bleibt der kleine Wal noch weitere zwei Jahre bei seiner Mutter und lernt dabei, sich selbst zu ernähren. Nach unseren Aufzeichnungen bekommt die Mutter erneut Nachwuchs kurz nachdem der Babywal seine Mutter verlässt. Das bedeutet, sie kann während der Erziehungsphase ihres Babys erneut schwanger werden“, sagte Surasak.

In Zukunft werden die Forscher die Suche nach Nahrung der Brydewale durch den Einsatz eines Satelliten gestützten Überwachungssystems erforschen. Nach bisherigen Erhebungen findet man zu bestimmten Zeiten des Jahres dieses Meerestier in thailändischen Gewässern nicht. Daher ist es möglich, dass die Wale den Golf von Thailand verlassen und in die nähere Umgebung schwimmen und anschließend wieder zurückkehren.

In diesem Jahr wurden vier Brydewale geboren. ‚Hin-Aim’ ist der aktuellste Wal, der im letzten Monat gesichtet wurde.

Das Auftreten vieler Brydewale im Land widerspiegelt den Reichtum des Golfs von Thailand, wo es reichlich Nahrung für die Wale gibt.

Gemäß der Behörden wird man künftig die Thais bei der Namensgebung für Baby Wale einbeziehen, um ihnen so die Möglichkeit zu geben, am Leben der Wale teilzunehmen und die Öffentlichkeit bezüglich des Walschutz zu sensibilisieren.