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Silberschmiedekunst verliert Popularität

Die Gemeinde Wualai in der nördlichen Provinz Chiang Mai ist seit über hundert Jahren für seine Silberhandwerkskunst bekannt. Doch die Popularität und der Umsatz der handgefertigten Silberprodukte geht seit einigen Jahren zurück.

Nur noch 20 Silberschmieden gibt es in der Gemeinde und man befürchtet, dass sie die letzte Generation der Fortsetzung der jahrhundertealten Tradition sind.

Arpa Saengchan, einer der Silberschmiede in der Gemeinde sagt: „Ich habe Kinder, aber sie wollen es nicht weiterführen. Es ist zwar keine harte Arbeit, aber sie haben heutzutage andere Möglichkeiten. Sie wollen einfach bessere Jobs wie Lehrer, Polizist oder Beamter. So gehören die, die noch übrig geblieben sind, zu meiner Generation“.

Die Krise in der Gemeinde hat mehrere Ursachen, die dazu führten, dass die Silberschmiede und deren Kinder sich für andere Berufe entscheiden. Die Produktionskosten sind deutlich gestiegen, während das Interesse an Silberwaren gesunken ist. Und deshalb gibt es in der Gemeinde auch nicht mehr so viele Silber Geschäfte.

„Aufgrund der wirtschaftlichen Veränderungen ist Silber zehnmal teurer geworden und das bringt Probleme bei der Beliebtheit von Silberwaren. In der Vergangenheit war der Kauf einfacher und erschwinglich, aber jetzt ist es vergleichsweise teuer“, sagte Dr. Chawachart Sukondhapatipak von der Rajamangala Universität.

Die Veränderungen, von der die Gemeinde betroffen ist, haben die Provinz Chiang Mai veranlasst, zu versuchen, die Gemeinde Wualai als kreativen Tourismus Standort zur Erhaltung der unschätzbaren lokalen Lebensarten und Traditionen wieder zu beleben.

Kürzlich wurde eine Kunsthandwerksmesse durchgeführt, um die lokalen Überlieferungen und die Einzigartigkeit der Öffentlichkeit zu vermitteln, in der Hoffnung, die Bedeutung der Silberwaren zurück zu gewinnen, damit die Gemeinde Wualai zu einem Ort wird, an dem man die Lanna Kunst erleben kann.

Werden diese herrlichen Kunstwerke bald nur der Vergangenheit angehören?

Werden diese herrlichen Kunstwerke bald nur der Vergangenheit angehören?

Ein Beispiel, das die Erhaltung der Bedeutung der Gemeinde zeigt, gibt es im Wat Sri Suphan zu sehen, wo einheimische Silberschmiede sich zusammen getan haben, um einen silbernen Ubosot, einen Gebetsraum, zu schaffen. Es soll einer der ersten seiner Art sein.

„Seit 2004 bauen wir daran. Es sind nun schon über 9 Jahre und wir sind immer noch nicht fertig, denn es ist Kunst. Für die einheimischen Silberschmiede ist es der erste Ubosot. (Es könnte auch der weltweit erste Silber Ubosot sein.) Dies kann man als einheimische Lebenserfahrung und Innovation ansehen, um diese Kunst für das Land, die Religion und den König zu schaffen“, sagte Provost Pithak Sutthikhun vom Wat Sri Suphan in Chiang Mai.

Die Gemeinde plant auch einen Kurs zur Vermittlung der Standards eines Silberschmieds, um die Handwerkskunst entsprechend zu würdigen und damit auch die Kassen der Gemeinde Wualai zu füllen.