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Solar-Flugzeug will nur mit Sonnenenergie die Welt umrunden

Die „Solar Impluse 2“ ist bereits seit einigen Tagen unterwegs. Nach dem Start am 2. März 2015 flog sie erst mal nach Abu Dhabi um von dort aus die große Weltumrundung zu beginnen. In nur 5 Monaten soll das Leichtflugzeug an die 35.000 Kilometer zurücklegen und das ohne einen Tropfen Kerosin zu verbrauchen. Das Flugzeug ist dafür mit aller Art Technik vollgestopft. Die Besatzung des Flugzeuges besteht aus einem einzigen Piloten, dem Schweizer Luftfahrtpionier Bertrand Piccard, begleitet von seinem Projektkollegen André Borschberg.

Piccard sagte vor Beginn des Fluges: „Es muss sich erst noch zeigen, ob wir die zahlreichen Herausforderungen hinsichtlich des Wetters, der Technik sowie der menschlichen Leistungen und der Administration bei diesem Versuch meistern werden. Wir sind aber auf alles vorbereitet, da wir das Risiko kennen. So haben wir Fallschirmabsprünge geprobt und mit Experten der deutschen Bundesmarine Landungen im Wasser trainiert. 2015 kann zu dem Jahr werden, in dem wir aufhören, unseren Planeten zu zerstören“.

Die Route, die Piccard und Borschberg zurücklegen müssen: über Indien, Myanmar, China, Hawaii, Phoenix und New York. Sie besteht aus zwölf Etappen, die eventuell auch ins südliche Europa und Marokko führen könnte, ehe die „Solar Impulse 2“ wieder in Abu Dhabi landet.

Die Route, die Piccard und Borschberg zurücklegen müssen: über Indien, Myanmar, China, Hawaii, Phoenix und New York. Sie besteht aus zwölf Etappen, die eventuell auch ins südliche Europa und Marokko führen könnte, ehe die „Solar Impulse 2“ wieder in Abu Dhabi landet.

In fünf Monaten soll das Flugzeug mit Hilfe der 17.200 Solarzellen 35.000 Kilometer weit kommen. Das Experimentalflugzeug wird aus Karbonfasern von vier Elektromotoren angetrieben, die jeweils eine maximale Leistung von 15 Kilowatt bringen.

Auch die Piloten werden bei diesem Flug einem absoluten Härtetest unterzogen. Bis zi 6 Tage sitzen die Piloten hintereinander allein am Steuerknüppel in dem nur 3,8 Quadratmeter großen Cockpit. Ein „Multifunktionssitz“, der in ein Bett verwandelt werden kann und in dem eine Toilette eingebaut ist, macht dies möglich. Durch Selbsthypnose und Kurzschlaf halten sich die Piloten fit. Die Kunststoff-Faser des Anzugs hält ihre Körpertemperatur stabil, da es in dem Flugzeug weder Heizung noch Klimaanlage gibt. Ständig wird der Neigungswinkel der Maschine sowie das Aufmerksamkeitsniveau des Piloten gemessen. Im Gefahrenfall kann notfalls Alarm geschlagen werden. Übrigens hat der Solarflieger eine größere Spannbreite der Flügel (72 Meter) als eine Boeing 747. Der liebevoll genannte „Sonnen-Hopser“ auch nachts fliegen, da die tagsüber eingefangene Sonnenenergie in Lithium-Batterien auf den Flügeln die zusammen 633 Kilogramm wiegen, gespeichert wird.

Der „Sonnen Hopser“ unterwegs.

Der „Sonnen Hopser“ unterwegs.

Die erste Etappe vom Militärflugplatz in Abu Dhabi aus flog André Borschberg. Zehn Stunden später, in Oman, übernahm Bertrand Piccard, dessen Großvater Auguste – ein Freund von Albert Einstein – bereits 1931 mit einem Ballon in die Stratosphäre aufstieg. 1953 tauchte er mit seinem Sohn Jacques – der später Bertrands Vater wurde – in einem U-Boot mehr als 3100 Meter ins Meer hinab. Bertrand selbst umrundete 1999 mit dem Briten Brian Jones in einem Ballon im Non-Stop-Flug die Erde.