PattayaBlatt logo

Fragen Sie Tante Frieda – Sonntag 31. August – 13. September 2014

Liebe Tante Frieda,

mit Deiner Antwort zu meinem Brief an Dich, bezüglich des diebischen Damentrios, hast Du Dich mal wieder selbst übertroffen. Ich kann Dir aber sagen, Du liegst voll im gängigen Trend. Der angesäuselte, notgeile Farang ist selber Schuld, wenn er so blöd ist, in ein Taxi zu steigen, welches auch von sexy Frauen mit langen Haaren benutzt wird und diese dann auch noch animiert, ihn zu begrapschen. Das ist Deine Phantasie. Im Realfall sah es so aus, daß der nicht ganz so geile und nicht angesoffene Farang am Anfang der Beachroad mit seiner Partnerin in ein wartendes Taxi stieg, in dem schon 3 andere Farangthaipaare saßen. Es stiegen noch 2 Gäste zu und der Taxifahrer wollte losfahren, als er eben gerade von diesem Damentrio, die laut gestikulierend von der anderen Straßenseite angerannt kamen, daran gehindert wurde. Die Damen, bewaffnet mit übergroßen Taschen, setzten sich direkt neben einen Farang. Ich bekam auch eine ab. Sie saß sozusagen als Preßpassung rechts neben mir. Die Hälfte ihrer Tasche lagerte nun auf meinem Schoß. Ich war diesmal aber schlauer als beim letzten Mal, wo sie mir die Geldbörse aus meiner linken Hosentasche und das Handy aus der Hemdtasche geklaut hatten, Ich ließ das Handy zu Hause und steckte nur lose die Geldscheine in meine rechte Tasche. Meine diesbezüglichen Befürchtungen wurden auch etwas gedämpft, denn die Damen fingen ein lautstarkes, von diversen Lachanfällen geführtes Gespräch mit den 3 Thaipartnerinnen an. Es artete in Jubel und schließlich in Abklatschen aus. Also nahm ich an, die kennen sich gut. Allerdings hätte mir mal mehr mein erster Eindruck Warnung sein sollen, sie ähnelten vom Äußeren doch sehr diesen aggressiven Nervbettlerinnen, die nun in vielen deutschen Großstädten ihren Klaualltag bestreiten. Ich fühlte mit einem Mal ein Kribbeln am Oberschenkel, als ich mich aus der Preßpassung befreien konnte, fühlte ich tatsächlich nur Leere. Auf meine freundliche Bitte, mir mein Geld wiederzugeben, antwortete sie genauso freundlich und höflich, daß sie es nicht nötig hätte, mir mein Geld zu stehlen, sie hätte schließlich selber genug. Dabei legte sie einen großen Geldhaufen , unsortiert , frei. Als ich ihr dann offerierte, daß wir denn dann nun zur Polizei fahren, wollte sie sofort aussteigen. Ging aber nicht, denn ich hielt ihr Handgelenk umklammert. Nun hättest Du drei Frauen erleben dürfen, die wie die Wahnsinnigen auf einen Farang einschlugen. Die anderen Farangs gaben mir den guten Rat, laß sie bloß los, auf der Polizei zeigen sie dich wegen Freiheitsberaubung, Nötigung und Körperverletzung an. Das kennen wir, dann bist du nicht nur das geklaute Geld los, sondern noch wesentlich mehr. Soviel zu Deinem Ratschlag, die Dame an den Haaren auf die Polizei zu schleppen. Als ich meine Partnerin anschließend Vorwürfe über ihr idiotisches Benehmen machte, sagte sie mir, die Damen hätten ihnen nur erzählt, daß irgendein thailändisches Sportteam ausnahmsweise mal gewonnen hätte. Und das hätten sie eben bejubelt. Naja, wer‘s glaubt, wird seelig.

Uli Flach

 

Lieber Uli,

Du hast mit diesem langen Erguss schon nahezu 90 Prozent meiner Kolumne ausgefüllt. Die Polizei ist nicht immer so schlecht, wie sie von einigen Ausländern hingestellt wird. Und das ist nicht nur ‚meine Fantasie‘. Die Farangs an Bord hätten ja auch Zeugen abgeben können – zu feige? Und Deine Freundin auch, die Dich doch sicher sehr liebt? Hätte die nicht für Dich ausgesagt? Du musst selbst die Antworten finden. Stecke das Geld das nächste Mal in eine Gürteltasche (innen), Brustbeutel oder Socken.