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Kennen Thais keine Tierliebe?

Liebe Tante Frieda,

Neulich war eine thailändische Bekannte bei mir zu Besuch. Ich habe einige Katzen als Haustiere und sie sagte zu mir immer, wie sehr sie Tiere mag. Nun, gerade als sie hier war, klemmte sich eine meiner Katzen ihre Pfote im Fenster ein und konnte sich anfangs nicht befreien. Als ich hinrannte, gelang es ihr aber gerade und ich nahm meine Katze auf und tröstete sie, da sie vor Schmerz schrie. Ich fuhr mit meiner Katze gleich zum Tierarz, der aber zum Glück nur eine Quetschung und keinen Bruch feststellte. Als ich zurückkam, meine Bekannte hatte auf mich gewartet, sagte sie zu mir, dass ich „unmöglich“ und „hysterisch“ sei, weil ich mich wegen einer Katze so aufgeregt habe. Auf meine Frage, ob sie denn glaube, dass Tiere kein Schmerzempfinden habe, zuckte sie nur mit den Schultern und meinte, das sei ihr egal. Dass so eine zarte Frau soviel Brutalität ausströmen kann, war für mich ein echter Schock. Haben denn diese Menschen hier überhaupt kein Gefühl? Ich lebe mittlerweile seit über einem Jahr hier und kann nur immer wieder feststellen, dass die Menschen hier so ganz anders sind, als man sie sich im Urlaub vorstellt. Komisch, die glauben doch, dass sie, falls sie böse Menschen sind, im nächsten Leben Tiere werden. Da sollten sie doch zu ihren Leidensgenossen im jetzigen Leben etwas freundlicher sein – oder reicht da ihre Denkweise nicht so weit?

Hagen aus Baden-Baden

 

Lieber Hagen, ja, du brauchst nicht in Baden-Baden zu leben, um zu baden. Du kannst auch hier mit Deiner rosaroten Brille gegenüber Einheimischen „baden“ gehen. Auch ich habe schon sehr häufig gedacht, wie brutal und vor allem gleichgültig diese Menschen gegenüber Tieren sein können. Aber zum Glück sind nicht alle so. Es gibt auch welche, die sehr tierlieb sind, wie zum Beispiel der einfache Taxifahrer, der jeden Morgen an die 15 Hunde füttert (stand im Pattaya Blatt). Die Art und Weise, wie die Thais mit Tieren umgehen, hat sich auch gegenüber früher verbessert. Ich kann mich noch erinnern, dass kein Hund auf der Straße gehen konnte, ohne dass Einheimische ihn mit Steinen und Stöcken geschlagen haben.