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63-jährige wirdzu 43 Jahre Kerker wegen Majestätsbeleidigung verurteilt

Anchan Preelert im Gericht in Bangkok, wo sie zu 43,5 Jahren Haft verurteilt wurde.

Die harte Gefängnisstrafe für Majestätsbeleidigung, die bisher schärfste Strafe dafür, soll wahrscheinlich als Warnung für die Protestbewegungin Thailand, die sich gegen die Regierung und auch das Königshaus richtet, gelten.

Zuerst war AnchanPreelert, eine ehemalige Staatsangestellte, war zuerst zf 87 Jahren verdonnert worden. Da sie, die bereits2015 verhaftet worden war, sich aber nun schuldig bekannte, wurde die Strafe halbiert.



Die Frau hatte 29 Audioclips auf Facebook und Youtube hochgeladen, die von einem Regimekritiker stammen, der seit dem Militärputsch von 2014 aktiv war. König Maha Vajiralongkorn war zu dem Zeitpunkt von einem langen Aufenthalt in Deutschland nach Thailand zurückgekehrt. Seine Abwesenheit hatte wachsende Kritik hervorgerufen.

Wie Amnesty International bekannt gab, wurden im Jahr 2020 insgesamt 220 thailändische Bürger wegen Beteiligung an den friedlichen Protesten verhaftet, zum Teil wegen Hochverrats und/oder Majestätsbeleidigung angeklagt. Dies geschah, obwohl der König noch im Sommer letzten Jahres angekündigt hatte, dass niemand wegen des berüchtigten Strafrechtsparagrafen 112 (Majestätsbeleidigung) verfolgt werden soll. Ja, er sagte nach seiner Rückkehr nach Thailand über seine Kritiker: „Wir lieben sie trotzdem“.Die Regierung aber handelte anders. Als die Demonstrationen im November 2020 immer größere Ausmaße annahmen, drohte die Regierung, dass ab nun wieder alle Mittel der Justiz zum Einsatz kämen.



Menschrechtsgruppen reagierten mit Empörung auf die Entscheidung des Gerichts in Bangkok,

„Dieses Urteil ist ein weiterer schwerwiegender Angriff auf Thailands Meinungsfreiheit, die rapide im Schwinden ist“, kritisierte Yamini Mishra, die regionale Direktorin von Amnesty International. Auch SunaiPhasuk von Human Rights Watch nannte es ein „grauenvolles Signal, dass die Regierung Kritik der Monarchie nicht toleriert, sondern dass man auch schwer dafür bestraft werden kann“.