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Bipolare Störungen kommen häufig bei Thailändern vor sagen Ärzte

Bipolare Störungen kommen bei Thailändern an dritthäufigsten unter allen Geisteskrankheiten, nach Schizophrenie und Depressionen, vor. Diese Aussage wurde von Srithanya Hospital Chef, Sirisak Thitidilokrat, während eines Seminars zum Welt-Bipolar Tag.

Sirisak sagte, dass ungefähr 117.000 Pattienten, die meisten aus Bangkok und Nonthaburi, im Vorjahr wegen dieser Krankheit in seinem Hospital diagnostiziert wurden und 9.100 Patienten ließen sich deshalb behandeln.

Santichai Chamjitchuen, der STellvertreter Sirisaks sagte, dass viele dieser Kranken zwischen Perioden von manisch und depressiv wechseln und anfällig zum Selbstmord sind. Einige von ihnen sprechen während der manischen Periode sehr viel und schnell und andere wieder entwickeln aggresives Verhalten. Während ihrer depressiven Periode sind diese Menschen todtraurig, unnahbar und wie abgehoben und fühlen sich wertlos und während dieser Periode werden die meisten Selbstmorde verübt. Er sagte, dass diese Krankheit sehr häufig bei Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren vorkomme.

Patienten mit bipolarem Syndrom weisen ein gestörtes chemisches Gleichgewicht im Gehirn auf, sagte Dr. Pongkasem Kaimuk, der Vize-Generaldirektor der Abteilung für mentale Gesundheit im Gesundheitsministerium. Er fügte hinzu, dass Medikamente helfen können, dieses gestörte Gleichgewicht zu beheben und bei ständiger Einnahme können dies Kranken ein halbwegs normale Leben führen. Allerding sist die Rückkehr dieser kranklheit ziemlich hoch und liegt bei 80-90 Prozent. Kaffee, Alkohol, Zigaretten und Energie-Getränke können die Symptome hervorrufen, genauso wie zu wenig Schlaf und Stress, sagte er.

Jumpon Tanta-opas, der Präsident des Hilfskomitees für bipolar Patienten sagte, dass diese Menschen ständige Beobachtung benötigen.

Was ist eine Bipolare Störung?

Bipolare Störung ist die etablierte Kurzbezeichnung für bipolare affektive Störung (BAS). Sie war früher bekannt unter der Bezeichnung manisch-depressive Erkrankung und ist eine psychische Störung, die zu den Affektstörungen gehört. Sie zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme zweipolig entgegengesetzte (bipolare) Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit über dem Normalniveau abwechselnd in Richtung Depression oder Manie reichen.

Die Störung tritt in unterschiedlichsten Schweregraden auf. Betroffene erscheinen aufgrund von Kreativität in der manischen Episode leicht als charismatische Persönlichkeit. Die Störung ist, insbesondere wegen der sozialen Folgen, die sie für den Patienten haben kann, und dessen erhöhtem Suizidrisiko, sehr ernst zu nehmen.

Meist beginnt eine bipolare Störung in der Adoleszenz oder dem frühen Erwachsenenalter. Oftmals wird die Störung sowohl vom Betroffenen als auch von Medizinern erst viele Jahre nach Ausbruch erkannt, so dass Betroffene lange Zeit leiden, bevor sie Behandlung erhalten. Da die Symptome starke Auswirkungen auf Entscheidungen und Beziehungen haben können, können beim Erkennen der Störung auch die Lebenswege der Betroffenen schon erheblich beeinflusst worden sein, zumal die Symptome meist in jungen Jahren beginnen, in denen die Persönlichkeit noch nicht gefestigt ist. Häufig kommt es zu Problemen in der Ausbildung, im Arbeits- und Familienleben oder zu jähen Wechseln im Lebenslauf. Ist die Störung erkannt, können die Auswirkungen mit einer entsprechenden Behandlung durch Spezialisten möglicherweise gemildert werden. Die bipolare Störung wird oft mit Kreativität in Verbindung gebracht; zu den Betroffenen zählen viele erfolgreiche Menschen. Der gesteigerte Antrieb in hypomanen Phasen kann für ungewöhnliche und gewagte Projekte begeistern, und Ziele werden oft mit großem Engagement verfolgt. (Auszüge aus Wikipedia)