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DSI beantragt Haftbefehl für ehemaligen Mönch

Nach Aussage des Chefs des Special Investigation Department (DSI) wird diese einen gerichtlichen Haftbefehl gegen Wiraphon Sukphon, der als Mönch unter dem Namen Luang Pu Nen Kham bekannt war, wegen angeblicher Verletzung des Computer Gesetzes und wegen sexuellem Missbrauch einer Minderjährigen beantragen.

Nach einem Treffen mit der Ermittlungsgruppe sagte Tarit Pengdith, dass die DSI das Gericht gebeten hat, den Haftbefehl umgehend auszustellen. Sobald der Haftbefehl genehmigt ist, wird die Agentur beim Nationalen Amt für Buddhismus den Widerruf des Reisepasses von Wiraphon durch die konsularische Abteilung beantragen. Danach wird die DSI die Vereinigten Staaten um Auslieferung des ehemaligen Mönchs ersuchen, um ihn in Thailand anzuklagen.

Ein Passbild von Wiraphon.

Ein Passbild von Wiraphon.

Die DSI wird Vermögenswerte von Wiraphon einfrieren, darunter 41 Bankkonten, von denen aber bereits 300 Millionen von ihm abgehoben wurden. Andere Finanzinstitute wurden gebeten, die DSI zu informieren, wenn weitere Konten gefunden werden, die im Zusammenhang mit dem ehemaligen Mönch stehen, so dass diese beschlagnahmt werden können. Ebenso werden alle Wiraphon gehörenden Fahrzeuge (über 20 Mercedes) und Grundstücke, die aufgefunden wurden, beschlagnahmt. Den geplanten Kauf eines Privatjet hat er jedoch noch nicht durchgeführt.

Tarit sagte weiter, dass die DSI beim Anti-Geldwäsche-Büro (AMLO) beantragt hat, auch die Vermögenswerte der Verwandten, Mitarbeiter und Strohmänner von Wiraphon im ganzen Land einzufrieren.

Die Agentur wird einen Anwalt nach Si Sa Ket zum Provinz- und Familiengericht schicken, um dort zu beantragen, dass der 11-jährige Junge, der ein Sohn Wiraphons sein soll, als Sohn legalisiert wird, sodass der Junge berechtigt ist, die erworbenen Vermögenswerte von Wiraphon rechtmäßig zu erben.

Es wurde eine Hotline 090-123-1230 eingerichtet, unter der die Öffentlichkeit weitere nützliche Informationen über unrechtmäßig erworbene Einkünfte von Wiraphon oder anderer verdächtiger Personen oder Gruppen, die im Zusammenhang mit dem ehemaligen Mönch stehen, zu melden.

Der DSI Chef lehnte es allerdings ab, den Aufenthaltsort des ehemaligen Mönchs zu bestätigen, obwohl er berichtete, dass er sich in den USA aufhalte.