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Mehr als die Hälfte der aus dem Tiger-Tempel befreiten Tiger ist gestorben

— Mehr als die Hälfte der vor drei Jahren aus dem berühmt-berüchtigtem Tiger-Tempel bei Kanchanaburi befreiten Tiger, nämlich 86 der 147 Tiere, sind an Krankheiten gestorben.

Patarapol Maneeorn, ein Beamter des Wildparks in dem die befreiten Tiger untergebracht wurden, sagte bei einer Pressekonferenz, dass hauptsächlich Inzucht zu der schlechten Gesundheit der Tiger geführt hat. Sie litten unter laryngeal paralysis (Kehlkopflähmung) , was zu Atemproblemen und Ersticken führte, aber auch an anderen genetischen Erkrankungen und schwachem Immunsystem. Wie man anhand vom DNA erkennen konnte, stammten alle Tiger von nur sechs Tigern, den Original-Bewohnern des Tempels, ab.

Mehr als eine Dekade war der Tempel der Zulauf von Touristen, die sich mit den freilaufenden Tigern fotografieren ließen, mit ihnen Ball im Wasser spielten und sie füttern durften. Es kamen immer mehr Touristen, trotz vermehrter Befürchtungen, dass die Tiger schlecht behandelt wurden und auch illegaler Handel mit ihnen getrieben wurden.

Als die Polizei vor drei Jahren den Tiger-Park im Tempel schloss, fanden sie bei der Durchsuchung Tigerfelle und Zähne, 1.500 Amulette aus Tigerknochen, und noch schlimmer, 60 Tigerbaby’s, eingelegt in Formaldehydelösungen,oder in Tiefkühltruhen gestopft.

Am 30. Mai 2016, begannen Beamte der Tierrettung die 147 Tiger aus dem Tiger-Tempel zu befreien. (AP Photo)

Am 30. Mai 2016, begannen Beamte der Tierrettung die 147 Tiger aus dem Tiger-Tempel zu befreien. (AP Photo)

Gemahlene Tigerknochen sind in Asien als traditionelle Medizin – oder mehr noch als Potenzmittel beliebt. Tigerfelle kann man in der notorischen Tierhölle China, für etliche Tausende US Dollar das Stück, verkaufen.

Es wird geschätzt, dass mehr als 1.000 Tiger in Thailand in Gefangenschaft gehalten werden, aber nur an die 200 in Thailand frei leben. Insgesamt soll es nur mehr 4.000 Tiger weltweit geben. Eine echte Schande und ein Zeichen, wie sehr die Menschheit Geld aus allem gewinnen will und dafür immer mehr verroht!

Patarapol sagte, dass die thailändischen Behörden alles versuchen werden den überlebenden Tigern die beste Behandlung zukommen zu lassen. „Wir mobilisieren Team-Mitglieder, verbessern unsere Bereitschaft und auch unsere Pläne, um alle Tiger in Thailand zu schützen“, sagte er. Wir hoffen, dass die Tiger und andere geschützte Tiere, auch vor so gemeinen Wilddieben, die viel Geld bezahlen, um nach ihrer Schandtaten nicht eingesperrt zu werden, geschützt werden!