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Prozess gegen Menschenhändler wird eröffnet

92 Menschenhändler sind angeklagt und gegen sie wurde gestern am 15. März 2016 der Prozess eröffnet. Alle diese menschenhändler wurden verhaftet, nachdem man 139 flache Gräber im südlichen Thailand an der Grenze zu Malaysia entdeckt hatte, in denen viele Migranten, diemeisten wahrscheinlich Rohingya aus Myanmar, lagen.

Das Büro des Generalstaatsanwaltessagte, dass dieser Prozess zirka ein bis zwei Jahre dauern werde und man größte Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Zeugen unternommen habe, da Menschenrechtsgruppen befürchten, dass sich nun Hunderte von Zeugen in akuter Gefahr befinden, da, wie sie sagen, der Schutz der Polizei sehr unzulänglich sei. Viele von ihnen hatten darüber geklagt sich verstecken zu müssen weil sie Repressalien und Schlimmeres befürchten.

Flüchtlinge die von Schleppern nach Thailand geführt wurden, versuchen an Land zu kommen.

Flüchtlinge die von Schleppern nach Thailand geführt wurden, versuchen an Land zu kommen.

Ministerpräsident Prayut sagte, dass man sich um sie kümmere, gab aber nicht an, wieviele von den 400 Zeugen unter Schutz stehen.

Die Menschenhändler hatten im Vorjahr Bootsladungen voll mit Migranten im Stich gelassen, als die Untersuchungen gegen Verdächtige begannen. Die 92 Beschuldigten, unter denen sich ein Armeegeneal, viele Polizisten und Zivilisten befinden, wurden in Gefängniskluft beim Gericht vorgeführt um ihre Anklage zu hören.

Ministerpräsident Prayut sagte, dass sich noch immer 50 Verdächtige auf freiem Fuss befinden, die nach Myanmar flüchteten. Allerdings ein Erfolg ist zu melden, sagte er, nämlich dass es in diesem Jahr wesentlich weniger Flüchtlinge aus Myanmar und anderen bedürftigen Ländern gibt.