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14 Tote bei Schießerei in Kalifornien – waren Terroristen am Werk?

AP. An die drei Schützen, alle in militär-ähnlicher Kleidung, stürmten am 2. Dezember 2015 ein Gebäude einer Sozialeinrichtung in San Bernadino, Kalifornien und erschossen 14 Menschen. 17 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Mörder kamen während einer Weihnachtsfeier, sagte die Leiterin der Sozialeinrichtung Marybeth Feild.

Anschließend nach der Tat flüchteten die Attentäter. Die Morde erfolgten nur 5 Tage, nachdem ein Pistolenschütze drei Menschen in einem Institut für geplante Elternschaft in Colorado getötet hatte.

Ein Großaufgebot sicherte den Tatort in San Bernadino ab. Ziel der Attacke war das Inland Regional Center, das nach Angaben von seiner Internetseite Hilfe für Menschen mit Entwicklungsstörungen anbietet.

Die Menschen im Inneren des Gebäudes schickten SMS an ihre Verwandten und Freunde. „Wir sind in einem Büro eingeschlossen, draussen liegen Tote. Bitte helft uns“. Dutzende von Menschen mit erhobenen Händen wurden dann von Beamten in Sicherheit gebracht. Sondereinsatzkräfte durchkämmten danach den Gebäudekomplex aber die Täter waren entkommen.

California Shootings

Die ersten Bilder der Greueltat im kalifornischen San Bernadino.  (KTTV via AP)

Die ersten Bilder der Greueltat im kalifornischen San Bernadino. (KTTV via AP)

Die Polizei verfolgte einen schwarzen SUV und durchlöcherte das Fahrzeug mit Gewehrschüssen. Zwei Verdächtige, ein Mann und eine Frau wurden erschossen. Ein weiterer Verdächtiger wurde inzwischen gefasst. Meredith Davis, Sprecherin von ATF sagte, dass die beiden toten Attentäter Gewehre und Pistolen hatten. Sie waren taktisch bekleidet mit Anzügen die mit Magazinen für ihre Waffen vollgepackt waren.

Es wurde noch nicht bekannt gegeben, ob es sich um einen terroristischen Anschlag handelte. Zeugen sagte allerdings, dass sich die Schützen benahmen, als würden sie auf Auftrag handeln. Man fahnde aber nach einem weiteren mutmaßlichen Täter, sagte Polizeisprecherin Vicky Cervantes.

Erroll G. Southers, Direktor der ‚Homegrown Violent Extremism Studies‘ an der Universität von Süd-Kalofornien und früherer FBI Agent sagte: „Die Täter haben ihre Hausaufgaben gemacht und wussten, was sie taten“, sagte er. Mittlerweile wurde der Name eines Verdächtigen bekannt: Syed Farook (anscheinend ein Araber), der von einem Gerichtsbeamten identifiziert wurde.

Während der Suche nach den Attentätern wurde die Bevölkerung aufgerufen in ihren Häusern zu bleiben, Schulen und andere öffentliche Gebäude wurden abgesperrt.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. „Wir wissen nicht, ob es sich um einen terroristischen Anschlag handelt”, sagte David Bowdich von der Bundespolizei FBI. Bisher gäbe es keine entsprechenden Hinweise.

Präsident Barack Obama wurde über die Schießerei informiert und wird weiterhin auf dem Laufenden gehalten. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown wies darauf hin, dass die Gefahr in San Bernadino noch nicht vorbei sei.

Obama hat nach dieser jüngsten Gewalttat in den USA seine Forderung nach schärferen Waffengesetzen erneuert. „Wir brauchen strengere Waffengesetze, stärkere Hintergrundüberprüfungen“, sagte Obama. „Das Gesetz muss geändert werden. Es darf nicht mehr jeder in einen Laden gehen und Schusswaffen kaufen können“.