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Bombenanschlag in Istanbul fordert 41 Menschenleben

AP. Hunderte Passagiere rannten in Panik aus dem Flughafen Atatürk in Istanbul, nachdem Bomben explodiert waren, die von mindestens drei Selbstmördern gezündet worden waren.

Aber mindestens über 200 zum Teil Schwerverletzte und 41 Tote blieben zurück. Leichenteile lagen im weiten Umkreis verstreut.

Laut Ministerpräsident Binali Yildirim gibt es deutliche Hinweise, dass es sich bei dem entsetzlichen Terroranschlag um das Werk der Terrormiliz Islamischer Staat handelt. Wie ermittelt wurde, hat mindestens einer der Selbstmordattentäter – alle drei sprengten sich selbst in die Luft – Kontakte zum IS gehabt haben. Es gibt bereits Fotos von Überwachungskameras, die mindestens zwei der Attentäter zeigen. Dabei wird gezeigt, wie Passagiere in der Abflughalle für Internationale Flüge in Deckung gehen, während ein dunkel gekleideter Mann mit einer Waffe in der Hand durch die Halle läuft. Der erste Attentäter hatte sich bereits an der Sicherheitskontrolle im Eingangsbereich in die Luft gesprengt und damit Chaos ausgelöst und durch das ausbrechende Chaos dem Mann den Eintritt in die Abflughalle ermöglicht. Dieser hatte dann seinen Sprengsatz im ersten Stock der Halle gezündet. Ein dritter Attentäter sprengte sich dann außerhalb des Gebäudes in die Luft um noch möglichst viele der Flüchtenden ‚mitzunehmen‘.

Einer der Wachleute des Flughafens konnte – wie man auf einer Überwachungskamera deutlich sieht – einen der Angreifer in der Ankunftshalle erschießen. Obwohl dieser im Fallen noch die Bombe zündete, traf sie keine anderen Menschen mehr.

Mittlerweile wird aber vermutet, dass noch ein vierter Attentäter beteiligt war, der allerdings nach den Explosionen flüchten konnte.

Turkey Airport Blasts

Türkische Polizisten untersuchen die Stellen wo die Bomben explodierten. (AP Photo/Emrah Gurel)

Türkische Polizisten untersuchen die Stellen wo die Bomben explodierten. (AP Photo/Emrah Gurel)

Schreckliche Szenen in der Ankunftshalle

Nach einer gewaltigen Explosion stürzte die Decke ein, berichtete eine Deutsche, die gerade in Istanbul angekommen war. „Überall lagen Körperteile und alles war voller Blut“, sagte sie, die sich auf den Boden warf und knapp mit dem Leben davonkam.

Nach den schrecklichen Explosionen wird der Atatürk Flughafen evakuiert. (AP Photo/Emrah Gurel)

Nach den schrecklichen Explosionen wird der Atatürk Flughafen evakuiert. (AP Photo/Emrah Gurel)

Der Südafrikaner Paul Roos hatte den Angriff eines der Attentäter aus nur zirka 50 Meter Entfernung genau gesehen. Dieser schoss wahllos um sich aber nachdem er zwei Detonationen gehört hatte, lief er zum Aufzug. „Wir hörten noch weitere Schüsse und dann wieder eine Explosion – und es war vorbei“, sagte er

Türkische Geheimdienst hatte vor weiteren IS- Anschlägen gewarnt

Bereits vor einigen Wochen hat der türkische Geheimdienst vor weiteren geplanten Anschlägen des IS in Istanbul gewarnt. Unter den möglichen Zielorten befand sich auch der Atatürk- Flughafen.

Türkischer Präsident fordert ‚entschlossene Haltung‘ der Welt gegen Terror

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte nach dem Attentat, dass dieses einen Wendepunkt im weltweiten Kampf gegen den Terrorismus sein sollte. „Diese Bomben, die in Istanbul explodierten, hätten in jedem Flughafen, in jeder Stadt auf der ganzen Welt Menschenleben fordern können“. Er sagte, er erwarte, dass die Weltgemeinschaft nun eine ‚entschlossene Haltung‘ gegenüber Terrorgruppen einnehmen wird.

Am späten Mittwoch nach dem verheerenden Anschlag wurde der Luftverkehr, nachdem vorerst mehr als 340 Flüge gestrichen worden waren, aber bereits wieder aufgenommen

Fotos von Überwachungskameras zeigen zwei der mutmaßlichen Attentäter.

Fotos von Überwachungskameras zeigen zwei der mutmaßlichen Attentäter.