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Flugzeugentführer gibt nach einigen Stunden Geiselnahme auf

AP. Ein Ägypter entführte ein Flugzeug der EgyptAir, MS181, das sich auf dem Weg nach Alexandrien befand am Morgen des 29. März 2016 nach Zypern und behauptete einen Gürtel mit einer Bombe umgeschnallt zu haben.

Nach einigen Stunden gab der Mann, der als Seif Eldin Mustafa identifiziert wurde, auf. Er verließ mit erhobenen Händen das Flugzeug auf dem Flughafen Larnaka. Die Bombe hatte sich als Attrappe herausgestellt und es gab weder Tote noch Verletzte zu beklagen. Der Täter habe mehrere Handy-Hüllen miteinander verbunden, sie mitsamt Kabeln in eine Art Gürtel gesteckt und dies als Sprengstoffgürtel ausgegeben.

Der Flugzeugentführer Seif Eldin Mustafa.

Der Flugzeugentführer Seif Eldin Mustafa.

Der Mann hatte nach und nach Flugpassagiere gehen lassen und am Ende befanden sich nur noch drei Passagiere und vier Crewmitglieder an Bord. Gegen 13.30 Uhr zeigte das zyprische Fernsehen Bilder von vier Passagieren, die aus dem Flugzeug flohen – einer davon aus einem Cockpitfenster. An Bord der Maschine hatten sich insgesamt 56 Passagiere, sieben Crewmitglieder und ein Sicherheitsmann befunden. Unter ihnen waren acht Amerikaner, vier Briten, vier Niederländer, zwei Belgier, zwei Griechen, ein Italiener, ein Syrier und ein Franzose.

Das Fernsehen berichtete, dass der Mann einen Brief aus einem Fenster warf, in dem stand, dass er seine Ex-Frau, eine Zyprerin, sprechen wollte und um Asyl in Europa bat. Außerdem soll er die Freilassung von oppositionellen Frauen in Ägypten gefordert haben.

Übrigens hatte Seif Eldin Mustafa nach Angaben von Geiseln mit ihnen einige Selfies gemacht.