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Grausame Messerstecherei am Grafinger Bahnhof

Nach einer Messerattacke am 10. Mai 2016 in Grafing bei München, verstarb ein Mann, 50, an seinen Verwundungen. Der Täter, ein 27-jähriger barfußer Deutscher, Paul H., desse voller Name noch nicht bekannt gegeben wurde, hatte am Morgen gegen 5 Uhr früh, kurz vor Abfahrt der ersten Ubahn nach München, mit einem 10 cm langen Messer eine wahllose Messerattacke auf insgesamt vier Männer ausgeübt.

Der Mann, der verhaftet werden konnte, hat bisher noch kein Wort mit den Polizisten gesprochen. Zeugen gaben an, dass er während des Amoklaufs ‚Allah Akbar‘ (gott ist groß) gerufen haben soll und kurz vor dem Zustechen soll er ‚Ungläubiger, du musst jetzt sterben‘ geschrien haben.

Polizisten stehen am TAtort der Messerstecherei.. (Andreas Gebert/dpa via AP)

Polizisten stehen am TAtort der Messerstecherei.. (Andreas Gebert/dpa via AP)

Sein erstes Opfer, der mann der später vtarb hatte er im Zug selbst angegriffen, danach einen anderen auf dem Bahnsteig. Er rannte auf die Hauptstraße und stach zwei Radfahrer vor der griechischen Taverne ‚Orfeas‘ nieder. Polizisten überwältigen den Täter dann vor der ‚Mussini Pizzeria‘.

Obwohl die Äußerungen bei der Tat auf eine politische Motivation schließen lassen, hat der Mann keinen Migrationshintergrund. Die Ermittler wollen aber einen möglichen Glaubenswechsel zum Islam prüfen. Es gibt nach bisherigen Ermittlungen keine Erkenntnisse über eine politische Radikalisierung. Weder aus dem Staatsschutzbereich noch von Nachrichtendiensten gebe es Hinweise darauf, dass der Täter ‚in irgendeiner Form‘Bezüge zu islamistischen, salafistischen Gruppierungen oder Personen gehabt habe.

Es wird aber auch vermutet, dass der Täter vielleicht geistig gestört ist oder unter Drogen steht. Paul H. war bis kurz vor der Tat in psychiatrischer Behandlung in einer Klink in Gießen. Laut Angaben ist er seit zwei Jahren arbeitslos. Davor hat er als Schreiner gearbeitet.