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Physikgenie Stephen Hawking ist tot

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking ist tot. Er verstarb im Alter von 76 Jahren friedlich am Mittwoch, 14. März 2018 in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in Cambridge.

Er hinterlässt drei Kinder, Lucy, Robert und Tim.

Hawking litt an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Seit dreissig Jahren war er fast völlig bewegungsunfähig und musste im Rollstuhl sitzen. Schon seit langer Zeit konnte er sich nur noch mühsam mit Hilfe eines Computers verständigen und seine Kräfte nahmen immer mehr ab. Seit 1968 war Hawking auf den Rollstuhl angewiesen. Hawking war zweimal verheiratet und hatte drei Kinder. 30 Jahre lang war er mit seiner Jugendliebe verheiratet, doch dann scheiterte die Ehe. 1995 heiratete Hawking seine Pflegerin, die Verbindung hielt elf Jahre.

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Hawking, der am 8. Januar 1942 in Oxford geboren wurde, erkrankte bereits als Physikstudent an ALS. Damals bereits sagten ihm die Ärzte nur noch wenige Jahre voraus. Doch die Krankheit schritt bei ihm zum Glück sehr langsam voran und trotz dieser Krankheit machte er seinen Aufstieg in der Wissenschaft:

1979 wurde er Professor für Mathematik in Cambridge, über 30 Jahre lang hatte er dort den renommierten Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne – und stand damit in der Nachfolge von Isaac Newton. Stephen Hawking gehört zu den größten Wissenschaftlern aller Zeiten und war auch ein außergewöhnlicher Mensch. Sein Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ machte ihn auch bei Laien populär.

Die Fachwelt schätzte Hawking wegen seiner Theorien zum Ursprung des Kosmos und zu Schwarzen Löchern. Hawking ist verantwortlich für eine Reihe wissenschaftlicher Entdeckungen, die als Meilensteine in der Kosmologie gelten, bedingt durch seine Neugierde das Universum ganz und gar verstehen zu wollen. Er wollte wissen, warum es so ist und weshalb es überhaupt existiert.

Zusammen mit seinem Mentor und Kollegen Roger Penrose begründete er 1965 mathematisch, dass das Universum durch einen Urknall entstand. 1973 veröffentlichte Hawking, gemeinsam mit zwei Kollegen, eine grundlegende Theorie über Schwarze Löcher, betitelt: „Die vier Gesetze der Mechanik Schwarzer Löcher“. Sielehnten sich dabei an fundamentale Gesetze an, die in der sogenannten Thermodynamik gelten. Im Jahre 1974 zeigte Hawking zeigte, dass Schwarze Löcher, die Staubsauger des Universums, Materie nicht nur verschlucken. Stattdessen senden sie auch Strahlung aus und verdampfen so langsam, bis sie irgendwann verschwunden sind. Die Strahlung erhielt in den Folgejahren den Namen Hawking-Strahlung.

Hawking’s Krankheit hat wahrscheinlich mit dazu beigetragen, dass er so starke Geisteskraft hatte und vielleicht deshalb neue Gedankengänge schuf, die alle verblüfften.

In den vergangenen Jahren trat Hawking immer wieder als Mahner auf. Er warnte davor, dass intelligente Roboter, Klimaerwärmung, Atomkrieg und durch Gentechnik hergestellte Viren die Erde gefährden werden. Er sagte sogar, dass es mittlerweile 1 Minute vor 12 Uhr sei und dass die Menschheit sich Ausweichmöglichkeiten im All schaffen müsse um zu überleben, falls es zu einer hausgemachten Katastrophe kommen sollte. Ja, er plante sogar gemeinsam mit dem russischen Milliardär Jurij Milner eine Armee nur etwa briefmarkengroßer Raumschiffe auf eine 20-jährige Reise zum Sternsystem Alpha Centauri zu schicken, denn er war überzeugt davon, dass die Menscheit früher oder später zu den Sternen schauen muss.

Einer seiner Leitsprüche war: „Wie schwierig das Leben für dich auch aussieht, es gibt immer etwas für dich zu tun bei dem du erfolgreich bist. Wichtig ist, dass du niemals aufgibst.“