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PKK-nahe Gruppe gibt Anschlag in Ankara zu

Nur zwei Tage nach einem Anschlag am 17. Februar 2016 auf einen Militärkonvoi in Ankara gab eine PKK-nahe Gruppe, die „Freiheitsfalken Kurdistans“ (TAK) zu, das Attentat durchgeführt zu haben, bei 28 Menschen getötet und 81 verletzt wurden. Ein Selbstmordattentäter hatte den Sprengsatz in seinem Auto am Abend im Regierungsviertel von Ankara neben mehreren Armeebussen gezündet, die an einer Ampel warteten.

Die militante Splittergruppe sagte, dass sie im Herzen des faschistischen türkischen Staates in Ankara zugeschlagen haben. Die TAK, die früher enge Kontakte zur verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK hatte, kündigte weitere Anschläge an – auch in Touristengebieten und warnte Urlauber davor, in die Türkei zu reisen. Die TAK gilt in der EU und den USA, aber auch in der Türkei als terroristische Organisation, die für eine Autonomie der Region kämpft.

Feuerwehren versuchen die brennenden Militärfahrzeuge und Busse zu löschen. (IHA via AP)

Feuerwehren versuchen die brennenden Militärfahrzeuge und Busse zu löschen. (IHA via AP)

Die türkische Regierung hatte vorher der syrischen Kurdenmiliz YPG vorgeworfen, den Anschlag in Zusammenarbeit mit der PKK geplant zu haben. Laut Ministerpräsident Ahmet Davutoglu zündete ein syrisches YPG-Mitglied die Bombe. Die YPG und andere syrische Kurdenorganisationen wiesen diese Vorwürfe nun energisch zurück. Auch die TAK widerspricht mit ihrem Bekenntnis der türkischen Regierung.

Sanitäter und Bürger helfen gleichermaßen die Verletzten zu bergen. (AP Photo/Burhan Ozbilici)

Sanitäter und Bürger helfen gleichermaßen die Verletzten zu bergen. (AP Photo/Burhan Ozbilici)