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80 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe stehen Erhöhung des Mindestlohns durch

Vier von fünf thailändischen Klein- und Mittelbetrieben – 79,5 Prozent – kommen mit der Erhöhung des Mindestlohns auf 300 Baht pro Tag zurecht, aber 12,9 Prozent bleiben skeptisch, besagt eine Umfrage des Forschungscenters der Universität Dhurakijpundit.

Der Direktor des Centers, Kiartanun Luankaew, veröffentlichte die Umfrageergebnisse sechs Monate nachdem die Mindestlohnerhöhung ab 1. Januar 2013 in 16 Provinzen in Kraft trat.

Etwa 7,6 Prozent der Befragten gaben an, sie planen, ihr Geschäft aufzugeben, wenn die Produktionskosten noch mehr steigen.

Nach Angaben des Forschungscenters gibt es 50.000 bis 70.000 Kleinunternehmen, die weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen.

Im Gegensatz dazu sagten 11,2 Prozent, die Geschäfte laufen nach der Mindestlohnerhöhung besser, da die Stellen mit besser ausgebildeten Arbeitskräften besetzt werden können. Manche Konkurrenten haben die Verkaufspreise wegen gestiegener Produktionskosten angehoben, und manche haben ihr Geschäft aufgegeben.

Um mit den Kosten zurecht zu kommen, gibt es drei hauptsächlich angewandte Strategien: Kürzung von langfristigen Investitionen (57,4 Prozent), Anhebung der Verkaufspreise (48,6 Prozent) und Senkung der Produktionskosten (45,4 Prozent). Das Büro zur Förderung von Klein- und Mittelbetrieben berichtete, dass 289.000 Unternehmen im Jahre 2011 geschlossen wurden.

Kiartanun sagte, obwohl 80 Prozent der Klein- und Mittelunternehmen die Lohnkostenerhöhung durchgestanden haben, sind jedoch zwei Drittel gefährdet und stoßen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, damit umzugehen.

Er gab den Ratschlag, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten müsse die Regierung für Wirtschaftsstabilität sorgen, das Problem der steigenden Lebenshaltungskosten anpacken, die Verschuldung des Haushalts eindämmen und ausländische Einkommensquellen zur Steigerung der Kaufkraft erschließen.

Ansonsten werden weitere Zehntausende von Unternehmen möglicherweise in den nächsten sechs Monaten schließen.