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Thailändische Privatwirtschaft fordert von der Regierung Konjunkturstimulanz

21. August 2013 – Thailands Privatwirtschaft hat die Regierung aufgefordert, dringend die nationale Wirtschaft anzukurbeln und ihre Haushaltsausgaben angesichts des sinkenden Bruttoinlandsprodukts (BIP) voranzubringen.

Kalin Sarasin, Generalsekretär der Thailändischen Handelskammer und des Handelsausschusses Thailands, sagte, die Regierung sollte auch den grenzüberschreitenden Handel unterstützen und die Effizienz der Tourismusbranche erhöhen.

Er stimmte mit dem Ausschuss für nationale Wirtschaft und soziale Entwicklung überein, die das für dieses Jahr erwartete BIP – Wachstum von 5 bis 6 Prozent auf 3,5, bis 4 Prozent angesichts der globalen Wirtschaftskrise, die den Export und den inländischen Verbrauch stocken lässt, gesenkt hat.

Piyawat Titasattavorakul, Vorsitzender des Groß- und Einzelhandelsausschusses der thailändischen Handelskammer, sagte der Groß – und Einzelhandel wird in diesem Jahr nur auf 6-8 Prozent kommen und liegt damit weit unter der Prognose von 10-12 Prozent. Nach seiner Aussage hat der Groß- und Einzelhandel im ersten Halbjahr nur ein Wachstum von 7-8 Prozent aufgrund schrumpfender Kaufkraft, höherer Lebenshaltungskosten, höherer Herstellungskosten und höherer Schulden in der Bevölkerung erreicht.

Der Vorstandschef von CP All, dem Betreiber der 7-Eleven Shops in Thailand, hat zugesagt, dass die Groß- und Einzelhändler ihre Preise – wie dem Handelsministerium zugesagt – bis zum Jahresende beibehalten werden. Er sagte, die Privatwirtschaft hatte im ersten Halbjahr bereits einen Rückgang von 0,2 Prozent bei den privaten Investitionen zu verzeichnen und dabei gab es kein Signal seitens der Regierung bezüglich staatlicher Investitionen.

Thailands Exporte werden möglicherweise stark zurückgehen und dadurch könnten sich die Haushaltsschulden bis auf 80 Prozent erhöhen – ein Anstieg von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagte er und drücke damit seine Besorgnis über die instabile politische Lage aus.

Er sagte, die Privatwirtschaft verlangt von der Regierung als erste Maßnahmen, die hohen Lebenshaltungskosten zu senken und Maßnahmen zur Förderung der Tourismus-Industrie auszuarbeiten.

Piyawat führte aus, dass für langfristige Maßnahmen die Entwicklung der Infrastruktur von entscheidender Bedeutung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Privatwirtschaft ist.

Inzwischen hat der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister, Kittiratt Na-Ranong, einen Bericht der BBC zurückgewiesen, wonach die thailändische Wirtschaft in der Rezession sei und stellte fest, dass das Wirtschaftswachstum des Landes im ersten Halbjahr 4,1 Prozent betrug und damit höher war als die 2,5 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Er hat sich im Kabinett dafür eingesetzt, dass die Regierung im zweiten Halbjahr alles tun wird, die Wirtschaft weiter anzukurbeln, damit die gesetzten Ziele erreicht werden. Er appellierte an die Öffentlichkeit, Vertrauen in die Bemühungen der Regierung zu haben.

Er hat dem Kabinett empfohlen, die staatlichen Rückstellungen zu reduzieren und Maßnahmen zur Stimulierung des Exports auszuarbeiten.