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WHO erklärt Südostasien zur Polio-freien Zone

Die Initiative zur globalen Polio-Ausrottung (Global Polio Eradication Initiative, GPEI) gratulierte den Ländern in der Region Südostasien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu, als Polio-frei bestätigt worden zu sein. Ein historischer Meilenstein in dem weltweiten Unterfangen, Polio auszurotten und die großen Vorteile zu erkennen, die dies mit sich bringt. Die elf Länder in der Region: Bangladesch, Bhutan, Demokratische Volksrepublik Korea, Indien, Indonesien, Malediven, Myanmar, Nepal, Sri Lanka, Thailand und Timor-Leste – sind die Heimat von 1,8 Milliarden Menschen und repräsentieren die vierte der sechs Regionen der WHO des Erdballs, die offiziell als Polio-frei erklärt wurden.

Indien, das als schwierigster Platz angesehen wurde, Polio auszurotten, registrierte den letzten Fall am 13. Januar 2011, und machte damit die regionale Bestätigung möglich. Andere Länder wie Sri Lanka, Malediven und Bhutan waren Polio-frei und warteten auf diesen Tag seit über 15 Jahren.

Die Ausrottung von Polio in diesen Ländern schuf starke Systeme, die nun verwendet werden, andere gesundheitliche Prioritäten in Angriff zu nehmen. In Bangladesch wuchsen die flächendeckenden wesentlichen Impfungen (Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten) von 82 Prozent auf 96 Prozent zwischen 2000 und 2012. In einem Zeitraum intensiver Ausrottung von Polio in Nepal stieg die Rate von 74 Prozent auf 90 Prozent. Einige Länder haben ihre leistungsstarken Polio-Überwachungssysteme erweitert, um andere durch Impfungen vermeidbare Krankheiten aufzuspüren wie Masern, Neugeborenentetanie und japanische Gehirnentzündung.

Südostasiens bemerkenswerter Erfolg, Polioerkrankungen zu beenden, wurde möglich durch beispiellosen Einsatz der Regierungen, hochqualitative Impfkampagnen durchzuführen, die insgesamt 7,5 Milliarden Kinder über 17 Jahren erreichte, in jedem Heim von der geschäftigsten Stadtstraße bis in die entlegenste Ecke des flachen Landes durch das Engagement von Millionen Gesundheitskräften und Freiwilligen in den Gemeinden. Zwischen 1995 und 2012 führte das Polio-Programm 189 landesweite Kampagnen in der ganzen Region durch und verabreichte über 13 Milliarden Dosen oraler Polio-Impfstoffe.

Die Leistung der Region stellt einen entscheidenden Schritt zum Ziel der GPEI dar, bis 2018 eine Polio-freie Welt zu erreichen. Innovative Ansätze und neue Partner bringen den globalen Fortschritt eines langjährigen Plans Ansteckungen zu beenden voran, verbessern die Impfraten und haben einen dauerhaften Einfluss auf die Kindersterblichkeit.

Jedoch ist dieser Fortschritt gefährdet, wenn Polio nicht in den drei Ländern beendet ist, in denen die Krankheit immer wieder auftritt: Afghanistan, Pakistan und Nigeria. Aktuelle Ausbrüche im Mittleren Osten und am Horn von Afrika sind starke Mahnungen, dass Polio immer und überall eine Bedrohung ist. Bis Polio in den verbleibenden drei endemischen Gegenden ausgerottet ist, müssen alle Länder sorgsame Überwachungen und hohe Impfraten beibehalten, um schnell jeden Import des Polio-Virus festzustellen und die Auswirkung in Grenzen halten. Nun, da 80 Prozent der Weltbevölkerung in Polio-frei bestätigten Regionen leben, ist das Ziel der Ausrottung so nah wie nie.

Die Initiative zur globalen Polio-Ausrottung ist eine öffentlich-private Partnerschaft und Leitung nationaler Regierungen, angeführt von der Weltgesundheitsorganisation, Rotary International, den US-Zentren für Krankheitskontrolle und -bekämpfung und der UNICEF mit Unterstützung der Bill & Melinda Gates Foundation. Als 1988 GPEI anlief, wurden jedes Jahr über 350.00 Kinder durch Polio gelähmt oder getötet. Diese Ziffer ist um 99,9 Prozent gesenkt worden; 2013 wurden 406 Polio-Fälle registriert. (Rotary International)