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Forscher entdecken erdähnlichen Exoplaneten – ist es eine Supererde?

Von einem internationalen Astronomen-Team unter Leitung von Robert Wittenmyer von der Universität New South Wales wurde vor einigen Tagen mit Hilfe des 6,5- Meter- Magellan- Teleskop sowie einem der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile, einen Exoplaneten entdeckt, der sich von der Erde 16 Lichtjahre entfernt befindet. Sollte der Planet aus Gestein bestehen, wäre er eine sogenannte Supererde. Der Gliese 832c benannte Himmelskörper hat etwa die fünffache Erdmasse.

Das System, in dem Gliese 832c kreist, sei wie eine kleine Ausgabe unseres Sonnensystems, heißt es. Er befindet sich am inneren Rand der so genannten habitablen Zone, in der flüssiges Wasser und damit Leben, wir wir es kennen, möglich wäre. Der Exoplanet kreist um seinen Stern, einem Roten Zwerg, einmal in nur 16 Tagen.

Eine grafische Darstellung von Gliese 832c

Eine grafische Darstellung von Gliese 832c

Die Erde hat auf der Skala des Earth Similarity Index (ESI) die Bewertung 1, dieser neue Planet hat die Bewertung 0,81 bekommen. Errechnet wird der ESI aus dem Radius des Planeten, dessen Dichte, seiner kosmischen Geschwindigkeit sowie der Oberflächentemperatur. In dieser Liste rangiert Gliese 832c auf Platz drei und ist damit einer der drei bislang wahrscheinlichsten Kandidaten bei der Suche nach einer zweiten Erde, so die Forscher.

Allerdings schränken die Wissenschaftler die Hoffnungen etwas ein, denn Gliese 832c könnte aufgrund seiner Masse auch eine sehr dichte Atmosphäre besitzen und damit eher einer sogenannten Super- Venus ähneln. Dann wäre es zu heiß für unser bekanntes irdisches Leben auf dem Planeten.