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Rund um die Welt mit „Solar Impulse 2“

Bislang konnte man die Erde im Nonstop Flug ohne Treibstoff nur mit Ballons umrunden. Nun soll dasselbe aber mit einem Solarflugzeug gelingen. Der erste Testflug war ein Erfolg. Kein Wunder, beim Jungfernflug am 2. Juni 2014 saß der deutsche Testpilot Markus Scherdel zwei Stunden und 15 Minuten nach Abheben vom Militärflugplatz von Payerne beim Neuenburgersee am Steuerknüppel. Allerdings stammt die Idee von den beiden Schweizer Luftfahrtpionieren Bertrand Piccard (der Enkel des Abenteurers Auguste Piccard) und Militärpilot André Borschberg, die nun im kommenden Jahr im März den Versuch wagen werden.

„Solar Impulse 2“ wird von vier solarbetriebenen Elektromotoren angetrieben, die von 17.200 Solarzellen sowie von Batterien gespeist werden. Das Flugzeug mit einer Flügelspannweite von 72 Metern kann bis auf 2.400 Meter Höhe steigen. Allerdings ist nur die Flügelspannweite gleich mit dem Airbus A380. Das Gewicht beträgt nämlich nur 2.300 Kilo.

Das Solarflugzeug wird bald eine Weltumrundung machen.

Das Solarflugzeug wird bald eine Weltumrundung machen.

Nach der Landung sagte Testpilot Scherdel, dass noch viele weitere Tests nötig sind, aber „es ist ein guter, gelungener Anfang“. Auch die beiden Schweizer waren über den Ausgang des Testflugs glücklich.

Nun sollen den gesamten Sommer über weitere Testflüge stattfinden, um das Flugzeug fit zu bekommen für die erste Weltumrundung ohne Treibstoff. Start wird in der Golfregion sein, da dort die klimatischen Bedingungen günstig sind. Weiter soll es über die Arabische See nach Indien, Myanmar und China gehen, bevor das Flugzeug über den Pazifischen Ozean und über die USA fliegt. Danach soll das Flugzeug über den Atlantik nach Südeuropa fliegen, um anschließend über Nordafrika zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen. Es sind allerdings mehrere Zwischenstopps geplant.

Mit dem ersten Prototyp gelang es den Schweizern, einen ersten 26-stündigen Flug ohne Zwischenstopp zu absolvieren – ein eindeutiger Beweis, dass das Flugzeug tagsüber genügend Energie speichern kann, um nachts weiterzufliegen. Das ist auf jeden Fall genug, um den Atlantik oder den Pazifik zu überqueren.

Im Gegensatz zum ersten Prototyp bietet „Solar Impulse 2“ dem Piloten mehr Komfort. Das Cockpit wurde vergrößert und es gibt eine Nottoilette. Ein Autopilotsystem mit integrierter Alarmfunktion erlaubt es ihm sogar, ein Schläfchen einzulegen.