Hüte dich vor Sturm und Wind…

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Zu Beginn meiner heutigen Gedanken möchte ich mich bei unserem Leser Paul Bauden für seine nette Zuschrift bedanken. Allerdings muss ich in diesem Zusammenhang auf den Titel meiner Kolumne hinweisen, nämlich ‚Gedanken zur Woche’. Es gibt den bekannten Spruch: ‚Die Gedanken sind frei.’ und insofern sollten wir einfach die Gedanken eines Jeden (z.B. auch die meines Vertreters) respektieren, auch wenn diese sich nicht mit den eigenen decken.

Nun aber zu meinen Gedanken für diese Ausgabe. Bekannte von mir haben mich gefragt, was ich davon halten würde, wenn man ein Netzwerk aufbauen würde, das sich gegen falsche Anschuldigungen, Unwahrheiten, Gerüchte und Unterstellungen richtet. Diese Interessengemeinschaft soll dann gegen Leute, die diese Dinge im Internet oder mündlich über jemanden verbreiten, gemeinsam vorgehen.

Darüber habe ich mir nun meine Gedanken gemacht. Sicher gibt es Verleumdungen und schlechte Nachrede aller Art, insbesondere bei den eigenen Landsleuten im Ausland. Ich frage mich aber, wie will man dagegen vorgehen? Wir leben hier in Thailand und da gilt thailändisches Recht. Ich glaube kaum, dass es die thailändischen Behörden interessiert, was ein Ausländer über einen Ausländer von sich gibt, noch dazu möglicherweise bei Alkoholgenuss an irgendwelchen Steintischen. Insofern erscheint mir eine rechtliche Verfolgung solcher Fälle in Thailand recht erfolglos.

Als Voraussetzung für die Mitarbeit in so einer Interessengemeinschaft sollte ein guter Leumund, Vertrauenswürdigkeit, Loyalität und Verschwiegenheit gefordert sein. Das sollte übrigens in jedem Club der Fall sein. Wie aber kann ich wissen, ob ich, wenn ich meinen Namen und meine vollständige Adresse angebe, diese Vertrauenswürdigkeit auch bei den – für mich vielleicht unbekannten – Initiatoren dieser Interessengemeinschaft finde? Könnte es vielleicht sein, dass jemand die Leute ausnutzen möchte? Könnte es sein, dass man meint, einen Vorteil für sich selbst dabei herausschlagen zu können? Viele Fragen die sich stellen und die im Vorfeld einer Clubgründung jedweder Art erst geklärt werden müssten.

Ich bin nicht sicher, ob und zu was so eine Interessengemeinschaft wirklich gut sein soll. Viele Menschen handeln im Ausland nach der Devise ‚Hüte dich vor Sturm und Wind und Landsleuten, die im Ausland sind.’ Vielleicht haben sie Recht, vielleicht auch nicht. Vielleicht sollten auch die Deutschsprachigen besser zusammenhalten und sich ein Beispiel an anderen Nationen nehmen, über die sie so gerne herziehen.

Ich persönlich aber glaube, man sollte einfach seinen gesunden Menschenverstand nutzen und über den Sinn oder Unsinn von gewissen Angeboten, Clubs oder Anfragen nachdenken.

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