Greenpeace veröffentlicht Bericht über destruktives Fischen in Thailand

0
210

Die „Esperanza“, ein Schiff von Greenpeace, lag vom 27. bis 30. Juni 2013 in Bangkoks Klong Toey Hafen vor Anker, um ihre Kampagne gegen destruktives Überfischen in Thailand voranzubringen.

Diese unabhängige globale Kampagne von Greenpeace brachte nun einen Bericht heraus unter dem Titel: „Ozean in Balance: Thailand im Fokus“. Darin zeigen sie schockierende Beweise über destruktives Fischen im Golf von Thailand.

Die „Esperanza“ kreuzte seit dem 15. Juni 2013 im Golf von Thailand und arbeitete mit Küstenbewohnern und zivilen Gesellschaftsgruppen in Songkhla und Prachuap Khiri Khan zusammen, um für strengere Fischerei-Gesetze einzutreten, um den Golf von Thailand zu retten.

„Wir sahen mit eigenen Augen wie Hunderte von Fischerbooten den Golf von Thailand ausrauben. Sie nehmen alles, was auf ihrem Weg liegt, mit, indem sie Methoden verwenden, die die Meeresumwelt zerstören. Wenn dies weiterhin so gemacht wird, wird dieser Ozean für mindestens ein Jahrzehnt öde sein.“, hieß es in diesem Bericht. „Die thailändische Regierung muss dies aufhalten und strengere Gesetze und deren Erzwingung durchsetzen“ sagte Sirasa Kantaratanakul, eine Greenpeace Aktivistin für Südost-Asien.

Die Esperanza. (Foto Greenpeace)
Die Esperanza. (Foto Greenpeace)

Sie sagte weiter, dass sie den Behörden darüber berichteten, aber es konnten angeblich keine Verhaftungen vorgenommen werden, da man sie nicht in flagranti erwischte. Sobald Polizei vor Ort auftaucht, sind die Missetäter bereits geflüchtet. Viele Boote fischten in gesperrten Gebieten wie im Ang Thong Marine National Park.

Greenpeace Aktivisten berichteten über das massive Ausmaß an destruktiver Fischerei im Großformat durch gewerbliche Fischerboote und stellten ihre Resultate dem Fischereiamt Thailands bei einer Pressekonferenz zur Verfügung. Sie baten die thailändische Regierung diese Zerstörung insofern einzudämmen, indem sie Bodenschleppnetze, Drucknetze, Muschelbagger und Licht-Fischerei verbietet. Auch sollten die Verbotszonen zwischen 5 und 12 nautischen Meilen ausgedehnt werden, je nach Bedarf. Beschwerte Bodenschleppnetze nehmen alle Seebewohner, die sich dort aufhalten, mit, inklusive Schildkröten und Jungfische. Dies wird noch verschlimmert durch die engmaschigen Netze, die häufig verwendet werden. Statt diesen Netzen dürften nur noch weitmaschige Netze und Fischfanggeräte verwendet werden, um sicher zu gehen, dass nur ausgewachsene Fische gefangen werden. Außerdem sollen auch ungeprüfte und dreckige Bauten entlang der Küste verhindert werden, da diese Küstenbereiche eine reichhaltige Artenvielfalt aufweisen.

Der Bericht stellte auch fest, dass man noch im Jahre 1961 innerhalb einer Stunde 300 kg Fische fangen konnte. Im Jahr 2011 allerdings nur noch 25 kg pro Stunde. Dies zeigt, dass der Golf von Thailand fast leergefischt ist.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein