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Endlich wehrt sich jemand

Wie bekannt wurde, sind zwei asiatische Ausländer auf einen Taxichauffeur mit Klappmessern losgegangen, weil sie sich betrogen fühlten. Die Sachlage war, dass sie das Taxi anheuerten, sie nach Bangkok zu bringen. Der Taxichaffeur wollte dafür 2.000 Baht. Kurz vor der Busstation in der Nordpattaya Road überlegten es sich die Fahrgäste anders und baten den Chauffeur, sie doch bei dieser Busstation abzusetzen. Als sie ankamen, verlangte der Taxler 500 Baht (!), was absolut zu hoch ist. Anstatt sich aber bei der Polizei oder City Hall zu beklagen – wahrscheinlich wussten sie, dass dies eh nichts helfen würde – wurden sie nach einem kurzen Streitgespräch so wütend, dass sie den Taxi Chauffeur mit ihren Klappmessern bedrohten. Normalerweise – wie man aus Berichten weiß – geht immer der Taxi-Chauffeur auf seine Kunden mit Schlagwerkzeugen los, aber wahrscheinlich hatte dieser keine Zeit mehr, ein Werkzeug aus dem Kofferraum zu holen. Es kam, wie es kommen musste, die Polizei wurde geholt und die Ausländer waren in der Minderzahl unter der bereits berüchtigten Taxi-Mafia am Busbahnhof. Sie werden sicher verurteilt, was ja auch gerecht ist, aber was passiert mit dem betrügerischen Taxi-Chauffeur? Wahrscheinlich wird er von seinem Boss (meist in Uniform) ein wenig gerügt und weiterhin auf die hilflosen Kunden losgelassen. Ich persönlich weiß, wie es ist, wenn man von diesen Taxi-Gaunern betrogen (und bedroht) wird und wünschte, dass mehr Leute die Courage haben, sich dagegen zu wehren (wenn auch ohne Klappmesser) und die Polizei zu rufen. Wenn dies immer öfter passiert, müssten ja sogar unsere „Freunde und Helfer“ endlich einmal einsehen, dass man die Ausländer nicht immer nur betrügen, belügen, bestehlen und bedrohen kann.

Rudi Gramminger