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Farmbetrieb wird im CPDC erichtet

Von Dr. Otmar Deter

  • Donnerstag, 23. Februar 2017

Das Child Protection and Development Center (CPDC) wurde im Jahre 2008 ins Leben gerufen. Das CPDC bietet Kindern, die sich entschlossen haben das Straßeleben aufzugeben, langfristig ein gesichertes Zuhause, in derzeit acht eigenständigen Wohnhäusern. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, regelmäßig zur Schule zu gehen, die Begabten sogar auf höhere Schulen und zur Universität.

Die Besucher sehen sich die neue kleine Farm im CPDC an.

Die Besucher sehen sich die neue kleine Farm im CPDC an.

Die Besucher sehen sich die neue kleine Farm im CPDC an.

Als besonderes Problem erweist sich stets die Integration der neu hinzugekommen Straßenkinder. Diese müssen zunächst an ein geregeltes Leben und einen geregelten Tagesablauf gewöhnt werden. Hierbei bietet gerade das Farming Projekt eine großartige Unterstützung, weil es spielerisch die Eigeninitiative fördert.

Das Erziehungs und Farming Projekt befindet sich bereits auf bestem Wege. Aufgrund der

langwierigen und zeitraubenden Diskussion mit Rotary International, die glaubt, dass Mithilfe von Kindern bei der Gartenarbeit als ‚Kinderarbeit‘ gilt, hat es sich als sinnvoll erwiesen, schon gewisse Vorleistungen zu erbringen. Umso dringender erwies sich nun die Übergabe der Spende des RotaryE-Club Dolphin Pattaya International in Höhe von 250.000 Baht.

Die Geldübergabe durch Doris Berger-Peters, Dr. Margret Deter und Dr. Otmar Deter (sitzend Mittevon links). Links neben Doris steht Radchada Chomjinda.

Die Geldübergabe durch Doris Berger-Peters, Dr. Margret Deter und Dr. Otmar Deter (sitzend Mittevon links). Links neben Doris steht Radchada Chomjinda.

Am Sonntag, dem 3. Februar 2017 war es soweit. Geplant war, die Spende im kleinen Rahmen zu übergeben. Jedoch wir hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Direktorin des Human Help Networks, unter dessen Leitung das CPDC steht, Radchada ‚Toy‘ Chomjinda, hatte es sich nicht nehmen lassen, hieraus ein kleines Fest zu machen. Aber alle freuten sich darüber, die gekommen waren:  Dr. Margret Deter, Dr. Otmar Deter, Eva Schmidinger, Generalleutnant a.D. Heinrich Schmidinger (beide aus Wien), die beiden Pfarrersleute Liebe, Doris Berger-Peters und Elfi Seitz . Und wir hatten auch unser Hausmeisterpaar mitgenommen, die so fleißig geholfen hatten die Geschenkpäkchen zu machen.

Zunächst zeigten uns die Kinder, jeweils einen Gast an der Hand haltend, voller Stolz den Garten mit Pflanzenzöglingen, sowie die beiden Teiche für die Fischzucht, die Beetreihen für Salat, Möhren, Kohl und anderes Gemüse. Alles noch klein und bescheiden, in den Anfängen. Wir durften außerdem auch das Schwein, zwei Gänse und etwa 20 Enten begrüßen.

(Von links) Khun Chomjinda, das Pfarrerehepaar Liebe, Doris Berger-Peters, Radchada Chomjinda, Margret und Otmar Deter, Elfi Seitz, Eva und Heinrich Schmidinger.

(Von links) Khun Chomjinda, das Pfarrerehepaar Liebe, Doris Berger-Peters, Radchada Chomjinda, Margret und Otmar Deter, Elfi Seitz, Eva und Heinrich Schmidinger.

Im dunklen Pilzhaus bewunderten wir das Wachstum der Pilze, die wie magisch aus Flaschen wachsen. Jeden Abend können die Kinder diese Pilze ernten und ihr Essen damit bereichern.

Nach dem Rundgang trafen wir uns im Speisesaal. Auf der kleinen Bühne führten einige Kinder Tänze vor und sangen für uns Lieder.

Khun Toy erläuterte den Kindern in einer kurzen Ansprache den Zweck unseres Besuches. Dann erfolgte die Übergabe mit einem symbolischen Scheck und danach folgten jede Menge Gruppenfotos.

Beim sehr schmackhaften Abendessen gab es neben Hühnchen und gebratenem Schweinefleisch auch Gerichte aus frisch zubereiteter eigener Ernte: roten Curry, Gemüse mit Shrimps und frittierte Pilze, Reis und natürlich Obst.

Alle sind glücklich mit den Kindern.

Alle sind glücklich mit den Kindern.

Alle sind glücklich mit den Kindern.

Alle sind glücklich mit den Kindern.

 

Besonders schön war, dass sich das Patenkind von mir und meiner Gattin Dr. Margret, die kleine Chomdao, immer an unserer Seite aufhielt. Dieses Kind hat fürchterliches seitens seiner Mutter und ihres Stiefvaters erlebt und lief schließlich eines Nachts weg. Obwohl sie durch die schlechte Ernährung und Behandlung von früher körperlich etwas zurückgeblieben ist, zeigt sie in der Schule beachtlich gute Erfolge und lernt nun langsam wieder das Lächeln.

Chomdao war es auch, die mit sieben anderen kleinen Mädchen und Jungen den Gästen traditionelle Blumengebinde und süße Geschenke von Toy überreichte. Wir, im Gegenzug, überreichten den Kindern ebenfalls Tüten mit Süßigkeiten.

Die kleine Farm.

Die kleine Farm.

Das war ein fröhlicher Nachmittag für alle die dabei waren! Die Kinder strahlten begeistert und man merkte deutlich, dass ihre durchweg schwere Lebenserfahrung langsam den drohenden und bedrückenden Schatten verliert!