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Nachruf auf Dennis Stark

Als Dennis Stark in England geboren wurde, arbeitete sein Vater als Fabriksarbeiterm dessen Eltern starben als er 12 Jahre war und danach in Kohlenminen arbeiten musste.

Während des 2. Weltkrieges musste Dennis fast das Geliche durchmachen, da sein Vater und sein älterer Bruder eingezogen wurden und er nun im zarten Alter für seine Mutter und Schwestern Brot anschaffen musste. Er verdiente sich zusätzlich Geld indem er Zeitungen an deutsche Kriegsgefangene im heimischen Gefangenenlager verkaufte. Dadurch erreichte er auch sein ziel sich ein gbrauchtes Motorrad zu kaufen.

Während der Kriegsjahre unterrichteten zum Teil ältere Schüler, da auch die meisten Lehrer inden Kriegsdienst mussten. Nicht nur die Frontsoldaten musstenviel durchmachen sondern auch die Kinder zu Hause, deren schulische Erziehung in den Hintergrund geriet. Aber Dennis hatte ein helles Köpfchen und schloss sein Studium in Mathematik, Chemie und Physik im Alter von 18 Jahren ab.

Aber wieder einmal war er am falschen Platz zur falschen Zeit und konnte seine Ausbildung nicht richtig verwerten, da er zum Heeresdienst einberufen wurde. Innerhalb kurzer Zeit wurde er ausgewählt, erhielt eine Reispass und wurd enach Ägypten verbracht, wo er die nächsten zweieinhalb Jahre verbringen musste.

Zurückgekehrt nach England und kaum den Sand aus den Schuhen geschüttelt, wurde er vom britischen Staat belohnt, die ihm einen Universitätslehrer zur Verfügung stellten für die ‚verlorenen‘ 30 Monate.

Dennis Stark - 29 Mai 1932 – 26 Februar 2017

Dennis Stark – 29 Mai 1932 – 26 Februar 2017

Danach erhielt er einen Job mit ICI als Industrie-Chemiker und arbeitete in eine rFAbrik die Titanmetall herstellte. Innerhalb der nächsten sechs jahre wure er Chef-Analyst – ein toller Titel aber mit wenig Verdienst. Also arbeitete er nach Feierabend und reparierte Fernseher um seine damalige Frau und seine Kinder zu ernähren. Er blieb aber in der Titan Industrie und stieg stetig die leiter des Erfolgs hinauf.

Im Jahre 1987 verstarb seine Frau plötzlich und unerwartet und da seine Töchter verheiratet waren und ein eigenes Leben führte, machte Dennis eine lange Reise nach Australien und Tasmanien, Südafrika, BRasilien, Europa und flog auch in ein asiatisches Land namens Thailand. Hier arbeitete er für seine Firma bei der TPI Fabrik in Rayong.

Er mochte Thailand, er mochte die Leute in der Fabrik und auch außerhalb und dann traf er ein Thai, Naiyana, die später seine zweite Frau wurde.

Im Jahre 1990 entschloss er sich in Frühpension zu gehen und kehrte nach Thailand zurück um hier sein leben erneut zu genießen.

Dennis wurde als Mitglied des Rotary Club Jomtien-Pattaya am 1 May 1991 aufgenommen. Er wurde dann auch 1995-96dessen Präsident und später sogar der Assitenz zum distrikt-Gouverneur. Dennis arbeitete unermüdlich in fast jeder Position für seinen Club und war sehr involviert in Humanitarische Arbeit. Er war führend in den Service-Projekten seines Clubs und instrumental bei der Motivation seiner Rotary Kollegen. Damit diese auch zur Verbesserung der lebensumstände von Bedürftigen mithalfen. Er war immer eine Säule der Stärke für seinen Club und seine Kollegen und glaubte fest an das Gute und half seinem club auch hinweg über stürmische Zeiten.

Nachdem er verstorben war, verriet seine Frau Noiy, dass er sie kurz vor seinem Ableben gebeten hatte ihm seine Rotary Präsidentenkette und seine Abzeichen anzulegen. Als er seine letzten Atemzüge machte, hielt er es fest in seinen Händen.

Dennis, der immer sehr zurückhaltend war, hatte vielleicht mehr Erfahrung als so mancher andere Rotarier, war durch härtere Zeiten gegangen als viele seiner Mitmenschen und blieb trotzdem immer der höfliche Engländer.

Dennis wurde im Wat Khao Pothong Temple am Samstag, den 4. März 2017 eingeäschert.

Die christliche Zeremomonie zur Beisetzung seiner Asche wurde am 16. März 2017 von Pastor Philipp in der St. Nikolaus Kirche in Pattaya vorgenommen. Dennis war zwar kein Katholik aber ein sehr gläubiger Christ, der immer die St. Nikolaus Kirche besuchte und später dann die Assumption Kirche, da diese näher an seinem Haus lag.

Möge Dennis, der gute Freund und wahre Rotarier in Frieden ruhen!