Schweres Schiffsunglück in China fordert wahrscheinlich viele Tote

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458 Menschen waren an Bord des chinesischen Schiffes „Stern des Orients“ als es bei schlechtem Wetter auf dem Yangtze River flussabwärts von dem berühmten Touristenziel der Drei Schluchten in der Provinz Hubei, kenterte. Seitdem werden über 400 Menschen vermisst. Das Schiff befand sich auf dem Weg von Nanjing in Ostchina in die Metropole Chongqing im Südwesten. Die meisten Passagiere, alles chinesische Touristen, sind zwischen 50 und 80 Jahre alt. Es gibt bisher keine Hinweise, dass Ausländer an Bord waren.

Der Grund, dass das Schiff kenterte soll laut dem überlebenden Kapitän ein plötzlich auftretender Wirbelsturm gewesen sein. Das Schiff war daraufhin innerhalb von 2-3 Minuten gesunken, zitierte ihn die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Auch der Chefingenieur des Schiffes kam mit dem Leben davon. Kapitän und Chefingenieur wurden zum Verhör zur Polizei gebracht.

Über 400 Menschen werden noch vermisst. Rettungskräfte stehen auf dem Rumpf des gekenterten Schiffes auf dem Jangtse-Fluss.
Über 400 Menschen werden noch vermisst. Rettungskräfte stehen auf dem Rumpf des gekenterten Schiffes auf dem Jangtse-Fluss.

Die Rettungsarbeiten sind im vollen Gang. Mehr als zehn Schiffe seien an dem Einsatz beteiligt, berichtet die Nachrichtenagentur China News Service. Die paramilitärische Polizei der Provinz Hubei schickte mehr als tausend Soldaten, die mit 40 Schlauchbooten bei den Bergungsarbeiten helfen sollen.

Rettungsarbeiter wollen aus dem Rumpf des gekenterten und kieloben im Wasser liegenden 76 Meter langen Schiffes Klopfzeichen gehört haben. Hilfskräfte versuchen nun, mit Schweißbrennern ein Loch in den Rumpf zu schneiden. Aus dem mit Schweißbrennern ausgeschnittenem Loch konnten 3 Menschen gerettet werden.

Staatlichen Medien zufolge konnten Taucher insgesamt bisher 15 Menschen lebend retten, darunter eine 85-jähtige Touristin. Auch sechs Leichen konnten bisher geborgen werden.

Die Bergungsarbeiten werden von starkem Wind, Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometer, und schweren Regenfällen behindert.

China hat mittlerweile angeordnet, alle Medienberichte zu zensieren.

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