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Wie lange werden Meerestiere noch überleben können?

Die Wahrscheinlichkeit, dass nun auch bald Meerestiere vom Aussterben bedroht werden ist sehr groß. Der Mensch hat daran die Hauptschuld, denn der Einfluss von ihm auf das marine Ökosystem nimmt im Rekord Tempo zu. In seiner Gier hat er es bereits bei über 514 Landtierarten in den vergangenen Jahren geschafft. Speziell die Chinesen und Japaner fischen nun ohne Rücksicht die Meere leer. Die industrielle Fischerei fördert also das Aussterben von Meerestieren.

Für Thunfische, die besonders in in jenen Ländern gefischt werden gibt es schon Rekordpreise – und das ohne dass man glaubt es wäre ein Aphrodisiakum. Der Blauflossen-Thunfisch (oder Roter Thunfisch) ist bereits auf der Liste der aussterbenden Fischarten aufgezeichnet.

Wissenschaftler meinen nun, dass noch Zeit bestehe, dieser Aussterbewelle zu begegnen und sie mit Mechanismen aufzuhalten und vielleicht sogar umzukehren, obwohl in den vergangenen vier Jahrzehnten das Vorkommen von Fischen, Seevögeln, Seeschildkröten und marinen Säugetieren im Durchschnitt um 22 Prozent abnahm. Einige andere Arten sind so dezimiert, dass sie ihre Aufgaben im Ökosystem nicht mehr erfüllen können und wieder andere sind bereits kommerziell ausgestorben, Das heißt, es gibt nur noch so wenige, dass sich ihre kommerzielle Nutzung für den Menschen nicht mehr lohnt (siehe Grauwale).

Thunfische haben dieses Glück nicht, da Rekordpreise dafür sorgen, dass sie noch immer gejagt werden. Fischfarmen sorgen für industrielle Tierproduktion und mittlerweile gibt es bereits Fressplätze für Thunfische, die an Rinderfarmen erinnern. Rinder fressen Grasländer und Wälder leer und auf Shrimps-Farmen werden Mangroven mit demselben Appetit verzehrt. Bei den Rechten um Ausbeutung des Meeresboden geht es zu wie im Wilden Westen zu Zeiten des Goldrausches.

Diese Aussterbungs-Entwicklung könnte man mit marinen Schutzzonen, die entweder eingerichtet oder vergrößert werden, erreichen. Im Moment sind von den riesigen Ozeanen nur 3,6 Prozent geschützt. Nun kann nur noch eine effektive Managementstrategie für die großen Flächen zwischen den Schutzgebieten helfen. Dadurch wird die gegenwärtige Krise umgekehrt und die Meerestiere bekommen ihre ursprünglich hohe Widerstandsfähigkeit zurück. Die kommenden Jahre sind demnach entscheidend für das künftige Schicksal der Meerestiere.