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Chonburi’s Pate, Somchai Kunplome, ist tot

Somchai Kunplome, besser bekannt als Kamnan Poh oder der „Pate“ von Chonburi und ehemalige Bürgermeister derTambon Saensuk Municipality, ”, welcher nicht nur seinem Ort Bang Saen, sondern der gesamten Provinz Chonburi zu Wohlstand und Entwicklung verhalf, ver starb am Montag um 3 Uhr früh im Samitivej Srinakarin Hospital in Chonburi. Sein ungewöhnliches und schillerndes Leben wurde im Alter von 82 Jahren durch eine Krebserkrankung beendet.

Somchai wurde am 30. September 1937 geboren. Er schaffte es sich als armer Buskondakteur ganz nach oben zu arbeiten, wurde ein sehr bekannter Geschäftsmann und Politiker in Chonburi und wurde von allen liebevoll ‚Kamnan Phoh‘ genannt. Jedes Jahr zu seinem Geburtstag kamen viele Bürger, Organisationen, Politiker und Geschäftsfreunde zu seinem Haus in Bang Saen um ihm Geburtstagsgrüße und Geschenke zu überbringen. Er war wohl einer der einflussreichsten Männer in der Provinz, der etliche Politiker unterstützte.

Somchai’s Vater, Charnchai, war der Dorfälteste im Tambon Saensuk im Muang Bezirk Chonburi’s. Seine Mutter, Thuam, war eine Schweinefleischhändlerin und brachte es durch Fleiß zur Besitzerin eines Schlachthauses.

Ruhe nun in Frieden, Kamnan Poh.

Ruhe nun in Frieden, Kamnan Poh.

Somchai verließ die Wat Klang Don Schule nach Beendigung Grade 4 und arbeitete als Buskondukteur bei der Bang Saen-Sri Racha-Chonburi Route bevor er zum Busfahrer aufstieg.

Nachdem er sein eigenes Fischerboot gekauft hatte, befreundete er sich mit einem französischen Touristen, der einen Ölhandel un Kambodscha betrieb. Durch diese Verbindung gelang es Somchai eine Lizenz zu erhalten, die es ihm erlaubte in kambodschanischem Gewässer zu fischen. Er war dabei einige Jahre sehr erfolgreich, gab aber auf, nachdem die Ölpreise in die Höhe schnellten.

Somchai wandte sich danach der Produktion von Schotter und Kies und Erdreich zu für Straßenauffüllung. Auch dabei war er wieder so erfolgreich, dass er seine Firma erweiterte. Er führte Bauarbeiten durch, verkaufte alkoholische Getränke, besaß Hotels und Real Estates. Sein Reichtum und sein Einfluss in Bang Saen und Pattaya, ermöglichten es ihm seine Söhne in die Politik zu bringen.

Somchai und seine Frau Satil haben vier Söhne und eine Tochter. Der älteste Sohn, Sonthaya, war anfangs Parlamentsmitglied in Chonburi, hatte später etliche Ministertitel inne und ist im Moment Bürgermeister von Pattaya. Somchai’s zweiter Sohn, Witthaya ist der CEO der Chonburi Provinzadministrativ-Organisation und Vorsitzender Chonburi Fußball Clubs.

Somchai’s drittes Kind ist seine Tochter, Jiraporn. Der ewig strahlende Itthipol, das vierte Kind Somchai’s, war zweimal Pattaya’s jüngster Bürgermeister. Narongchai, der jüngste Soh ist im Moment der Bürgermeister derTambon Saensuk Municipality.

Aber nicht nur Sonnenschein war dem „Paten“ beschert. Seiner ersten Verhaftung konnte er sich durch Flucht nach Kambodscha entziehen. Es gingen allerdings nicht offiziell bestätigte Gerüchte um, dass er nach wenigen Wochen wieder zurückkehrte und in seinem Haus, bewacht von Polizisten aus dem Raum Chonburi, lebte. Am 30. Januar 2013 allerdings war es soweit und Somchai wurde in seinem Auto auf dem Weg ins Samitivej Srinakarin Hospital, kurz nach den Grenzen Chonburi’s an der Lat Krabang Mautstelle, von der Kriminalpolizei Bangkok verhaftet.

Bei einem folgenden Prozess wurde bestimmt, dass er sine Gefängnisstrafen zu denen er bereits verurteilt war, fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis wegen Korruption bei einem Landverkauf und 25 Jahren Gefängnis wegen Planung der Ermordung seines Rivalen und einflussreichen Mannes, Prayoon Sitthichote, abzusitzen hatte.

Allerdings verbrachte Somchai die meiste Zeit davon im Krankenhaus, da er bereits an seiner Krebserkrankung litt. Endlich, am 14. Dezember 2017 wurde er aus humanitären Günden aus der Haft entlassen, da er bereits über 70 Jahre alt war und an Krebs im 4. Stadium litt.

Pattaya Blatt möchte auf diesem Weg der Gattin Somchai Kunplume’s und seinen Kindern, speziell Bürgermeister Sonthaya und Alt-Bürgermeister Itthipol, das innigste Beileid ausdrücken.